Vertriebsausbau bei Macmon: »Weite Teile des NAC-Marktes sind noch unbestellt«

Network Access Control ist zwar kein neues Thema, aber erst in den vergangenen ein, zwei Jahren ins Bewusstsein vieler Sicherheitsverantwortlicher gerückt. Der NAC-Spezialist Macmon baut daher Vertriebsteam und Partnerbasis aus. Der Markt sei noch nicht verteilt, lockt Vertriebschef Diedrich potenzielle Reseller.

Hans-Joachim Diedrich, Vertriebsleiter bei Macmon
(Foto: Macmon)

Die wachsende Zahl von Geräten in Unternehmensnetzwerken hat dem Markt für Network Access Control-Lösungen (NAC) einen Schub verpasst. Viele Sicherheitsverantwortliche wollen und müssen genauer prüfen, welche Devices innerhalb ihrer Infrastruktur unterwegs sind. Das hat auch der Berliner NAC-Spezialist Macmon festgestellt, der aktuell dabei ist, ein internationales Geschäft aufzubauen. Seine Produkte werden mittlerweile auch in Italien vertrieben, in Großbritannien wurde zu Jahresanfang sogar eine Niederlassung eröffnet. Kernmarkt bleibt jedoch die DACH-Region, in der unter dem im vergangenen Jahr gekommenen Vertriebsleiter Hans-Joachim Diedrich die Zahl der Partner-Manager vergrößert wurde, um die Reseller besser betreuen zu können. Diedrich zufolge wird das Vertriebsteam weiter ausgebaut, denn auch die Partnerbasis soll noch wachsen. Einerseits um die steigende Nachfrage zu bedienen, andererseits um einige weiße Flecken auf der Landkarte zu erschließen, die es aktuell noch im Saarland, im Großraum Kassel sowie in den Region um Ingolstadt und Ulm gibt.

Interessant ist das Thema NAC vor allem für Sicherheits- und Netzwerkspezialisten, die ihren Kunden einen zusätzlichen Schutz bieten wollen oder auf der Suche nach einer dedizierten NAC-Lösung als Alternative zu Security-Komplettlösungen sind. Prinzipiell kann sich Vertriebschef Diedrich zwar auch Partner aus anderen Bereichen vorstellen, betont aber, Expertise bei Endpoint Security oder Routing und Switching helfe. NAC sei ein anspruchsvolles Thema, weshalb man großen Wert auf Schulungen und Zertifizierungen lege.

Doch das Engagement kann sich lohnen. »Weite Teile des NAC-Marktes sind noch unbestellt«, sagt Diedrich. Das Thema sei erst in den letzten zwei Jahren ins Bewusstsein vieler Firmen gerückt – während man in anderen Security-Bereichen nur wachsen könne, indem man Wettbewerbern Kunden abjage, gebe es bei NAC noch großes Wachstumspotenzial durch Neukunden. Derzeit sind das vor allem kleine Unternehmen, die nach einer Lösung zur Absicherung ihrer Ports suchen, oder Großunternehmen, die Compliance-Vorgaben erfüllen müssen. Für sie können die Macmon-Produkte mit zahlreichen anderen Security-Produkten wie Endpoint Security, Firewall oder SIEM-System (Security Information and Event Management) verknüpft werden. So lässt sich das Verhalten von Geräten genauer analysieren und verdächtige Devices können schneller isoliert werden.

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