Gwava macht Archivierung vielseitiger: Vom Datengrab zur Wissensdatenbank

Meist archivieren Unternehmen ihre E-Mails und digitalen Dokumente, um Compliance-Anforderungen nachzukommen. Dabei können die Archive weit mehr als reine Ablageorte für Daten sein und als zentrale Anlaufstelle für Informationen aller Art die Produktivität der Mitarbeiter steigern. Ein Ansatz, den der Archivierungsspezialist Gwava mit seiner Software unterstützen will.

Christian Heselhaus, Vice President Sales EMEA bei Gwava
(Foto: Gwava)

An allen Ecken und Enden laufen in Unternehmen heutzutage Daten auf, seien es E-Mails, Chats, Posts in sozialen Netzwerken, Office-Dokumente, Daten aus CRM- und ERP-Systemen oder Informationen vom Point of Sale. Zusammengeführt werden diese aber nur selten, dabei könnte eine zentrale Archivierung und Auswertung viele Geschäftsprozesse unterstützen und dabei helfen, bessere Business-Entscheidungen zu treffen. Es wäre doch praktisch, würde ein Unternehmen nicht nur seine Mails in einem Archiv haben, sondern auch Rechnungen, Support-Anfragen und andere Daten, um zentral alle Informationen zu einem Kunden oder einem Geschäftsvorgang abrufen zu können, so Christian Heselhaus, Vice President Sales EMEA bei Gwava. Der ursprünglich aus der Groupwise-Welt kommende kanadische Hersteller hat sich zum Ziel gesetzt, die Daten aus den unterschiedlichsten Quellen in seinen Archiven zu vereinen und einfach durchsuchbar zu machen.

Viele Unternehmen würden Archive als eine Art Datengrab betrachten, in das sie Daten hineinkippen und allenfalls dann wieder hervorholen, wenn sie etwa durch Steuer-Audits dazu gezwungen werden, hat Heselhaus beobachtet. »Wir wollen aus diesem Datengrab eine Wissensdatenbank machen«, sagt er. Schließlich hätten die Daten einen Wert und würden nur darauf warten, genutzt zu werden.

Der Ansatz von Gwava sieht daher ein zentrales Archiv vor, in das über einzelne Module die Daten aus verschiedenen Quellen einfließen, egal ob es sich nun um strukturierte oder unstrukturierte Daten handelt. »Archivierung 2.0« nennt der Hersteller diesen Ansatz, der Heselhaus zufolge für die Vertriebspartner umfangreiche Service-Möglichkeiten bietet: Neben der Installation und Konfiguration der Software geht es hier vor allem um die Anbindung zusätzlicher Kundensysteme, aber auch um Migrations- und Integrationsdienste.

Dort wo sich Daten nicht archivieren lassen, will Gwava diese zumindest soweit einbinden, dass sie ebenfalls von zentraler Stelle aus durchsucht werden können. Die dafür notwendigen Schnittstellen könne man recht schnell entwickeln, und auch kundenspezifische Anpassungen am Produkt seien meist problemlos möglich, erklärt der Sales-Chef. »Das ist eben der Vorteil eines kleinen Unternehmens.« Zusammen mit Partnern entwickelt Gwava zudem weitere Anwendungen, die sich den Datenschatz zunutze machen, etwa für E-Discovery oder Business Intelligence.

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