Tipps gegen Online-Abzocke: Vorsicht! Damit tricksen Internet-Ganoven zu Weihnachten

Mit mobilen Devices lassen sich einfacher als je zuvor Geschenke kaufen und Weihnachtsgrüße verschicken. Diese Tipps helfen, dass dabei nicht nur die Kasse der Online-Betrüger klingelt.

Online-Betrüger sind vor allem in der Vorweihnachtszeit unterwegs (Foto: Ben Chams | Fotolia)

Nicht nur der Handel profitiert von Weihnachten. Internet-Betrüger machen sich pünktlich zu den Festtagen die Online-Gepflogenheiten der Verbraucher zunutze, um ihr eigenes Geschäft anzukurbeln. Aus diesem Grund veröffentlicht der IT-Sicherheitsspezialist McAfee seine alljährlich zur Weihnachtszeit erscheinende Liste der »12 Scams of Christmas«, also die zwölf fiesesten Betrugsmaschen, mit denen die Verbraucher in diesem Jahr um ihre Weihnachtsfreude gebracht werden sollen.

1. Unerfreuliche Apps

Viele Apps leisten uns in der Vorweihnachtszeit wertvolle Dienste, aber die mit Schadsoftware angereicherten Versionen warten schon auf ihre Chance. Auch Apps die aussehen, als hätten sie gültige Zertifikate, können benutzt werden, um Daten weiter- oder eingehende Anrufe und Nachrichten umzuleiten. Die Drahtzieher haben so die Möglichkeit, Zwei-Wege-Authentifizierungen zu umgehen, wie sie zum Beispiel beim Online-Banking verwendet werden. Die Malware dazu kann in vielen Formen auftreten, am weitesten verbreitet sind ZeuS-in-the-Mobile (Zitmo) und SpyEye-in-the-Mobile (Spitmo).

Tipp: Überlegen Sie sich genau, welche mobilen Anwendungen Sie auf Ihr Mobilgerät laden. Prüfen Sie die Kommentare und bestätigen Sie die Legitimität direkt bei den Herstellern.

2. Gemeine Links in SMS-Nachrichten

SMS-Betrügereien sind bei Kriminellen das ganze Jahr über beliebt. FakeInstaller macht Android User glauben, es handele sich um einen legitimen Installer für eine App, allerdings nutzt er seinen ungehinderten Zugang dann, um SMS an kostenpflichtige Angebote zu verwenden.

Tipp: Kontrollieren Sie, dass die Schaltfläche »Download« nicht auf eine fremde Seite führt wenn Sie neue Apps installieren. Verwenden Sie unbedingt eine Antiviren-Software.

3. Vorsicht vor Angeboten, die zu gut sind, um wahr sein zu können

Vorsicht bei Weihnachtsangeboten, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Clevere Gauner veröffentlichen präparierte Links, veranstalten gefälschte Wettbewerbe auf Social Media-Seiten und versenden Phishing E-Mails in der Absicht, den Verbrauchern ihre persönlichen Daten zu entlocken oder Malware zu installieren.

Tipp: Wenn Angebote zu gut klingen, um wahr zu sein, sind sie es zumeist auch nicht. Überprüfen Sie die Preise auf der Webseite des Herstellers und suchen Sie Hintergrundinformationen zu dem vermeintlich so günstigen Anbieter.

4. Wenn Online-Betrüger »mitreisen«

Egal wohin Sie reisen: Online Betrüger reisen gern mit. Dies tun sie über gefälschte Reiseangebote oder Benachrichtigungen rund um die Reise. Sind Sie an Ihrem Reiseziel angekommen, warten unter Umständen Hacker darauf, an Ihre Daten zu gelangen. Bei der Nutzung öffentlicher PCs können Keylogger Ihre Daten ausspähen. Aber auch mit dem eigenen Gerät ist außerhalb des eigenen Netzwerks Vorsicht geboten. Ein Hotel-Wi-Fi könnte z. B. behaupten, vor der Nutzung eine Software installieren zu müssen und den Rechner mit Schadsoftware verseuchen, sobald »OK« geklickt wurde.

Tipp: Stellen Sie vor der Reise sicher, dass Ihre Sicherheitssoftware auf dem neuesten Stand ist und lassen Sie gelegentlich einen Virenscan laufen.

Werden Sie auf einer Seite, die Sie selbst nicht direkt angesteuert haben, zur Eingabe eines Benutzernamens und Passworts aufgefordert, dann geben Sie zuerst einen falschen Namen an. Ist die Seite gefälscht, wird sie Sie einlassen.

5. Präparierte E-Postkarten – Weihnachtsgruß mit unliebsamem »Geschenk«

Seit vielen Jahren werden Grüße aller Art mit digitalen Grußpostkarten versendet. Während viele digitale Grußkarten genau so sicher sind, wie die Post im Briefkasten des Hausflurs, sind sie für Cyberkriminelle eine hervorragende Möglichkeit, um Trojaner oder andere Viren auf einem Computer zu installieren.

Tipp: Prüfen Sie alle Karten auf verdächtige Rechtschreibfehler im Namen des Absenders oder des Unternehmens. Wenn Sie Grund zur Sorge haben, recherchieren Sie, ob es im Internet Hinweise auf die betreffende Webseite gibt.

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