Security-Parcours: Internet-Sicherheitstraining für Firmen

Sicherheitsvorschriften für Mitarbeiter reichen nicht aus, wenn es um das Thema Security in Unternehmen geht. Unternehmen sollten mit ihren Beschäftigten trainieren, rät jetzt der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco.

Firmen sollten ihre Mitarbeiter zum Sicherheitstraining schicken, rät jetzt ein Verband (Foto: bluedesign - Fotolia.com).

Ein Beispiel für ein solches Training ist dem Verband zufolge der von T-Systems entwickelten »Security Parcours«. Dieser Parcours stellt Sicherheitsfragen für die Mitarbeiter anschaulich und zum Mitmachen dar. »Um die Aufmerksamkeit für das Thema Internet-Sicherheit im Unternehmen zu erhöhen ist es entscheidend, dass sich die Beschäftigten intensiv damit auseinandersetzen. Dafür ist der Security Parcours von T-Systems sicherlich nicht die einzige Möglichkeit, aber ein besonders gelungenes Beispiel«, sagt Dr. Kurt Brand, Leiter der Kompetenzgruppe Sicherheit im eco-Verband.

Der Parcours besteht aus vier bis sechs Stationen und das Sicherheitstraining dauert ein oder zwei Veranstaltungstage. Die jeweiligen Stationsmoderatoren trainieren Kleingruppen aus fünf bis zehn Mitarbeitern in zehnminütigen Mitmach-Sessions für ein Sicherheitsthema. Sie behandeln Themen wie »Informations-Klassifizierung«, »Clear Desk«, »Besucher und Ausweise« sowie »Password-Hacking«, »Social Engineering« und »Social Media«. Das Training an jedem Tisch umfasst besteht aus einer Einführung durch den Moderator und einer Aufgabe, die vom jeweiligen Team gelöst und besprochen wird. An der Station »Clear Desk« sortieren die Teilnehmer zum Beispiel 25 Objekte bzw. Dokumente von der Kaffeetasse über eine Brieftasche und mehreren Schlüsseln bis hin zu Passwortnotizen und Bewerbungen auf eine grüne oder rote Decke, die das Liegenlassen bzw. Einschließen beim Verlassen des Arbeitsplatzes darstellen. Beim Thema »Passwort-Hacking« müssen die Teilnehmer Begriffskombinationen aus dem Xing-Profil einer fiktiven Person herausfinden, das Hobbies, den Lieblingsfußballclub, Haustiernamen und Anderes verrät.

»Die Sensibilisierung durch das Mitmachen in der Gruppe hebt den Security Parcours von der kognitiven Ebene der bloßen Informationsvermittlung auf die für das Lernen wichtige Beziehungsebene«, erklärt Dietmar Pokoyski, Leiter der Firma Known Sense, die den Parcours durchführt. Es sei erstaunlich, wie vielen Teilnehmern bei den Übungen die Augen aufgingen und sie ihren Alltag unter Sicherheitsaspekten auf einmal ganz anders wahrnähmen.