Weihnachtspräsente für das Kind im Mann:
Lazy-Christmas-Friday: Was sich Männer wirklich wünschen

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

11.12.2009

Für »ihn« ein Weihnachtspräsent zu finden, ist eine fast unlösbare Aufgabe. Nicht schon wieder Luxus-Socken von Hilfiger oder eine Buddel Cognac Supérieur. Meine Damen, versuchen Sie doch einmal mit einer iPod-Krawatte, dem Bastel-Set »Mikrowellen-PC« oder dem Waschmittel »Linux« für Windows-Hasser.

Das ist mal ein PC!

Bevor ihr Gatte respektive Partner wieder einen neuen PC im schicken Billig-Plastikgehäuse anschleppt und damit auch noch das Wohnzimmer verschandeln möchte, sollten Sie selbst aktiv werden, meine Damen. Moneual [1] hat genau das Richtige: eine vollendete Kombination aus Funktion, Form und Luxus – den Moneual 701.

Ja - das ist ein wohnzimmertauglicher PC: der Moneual 701 für 23.000 Euro.

Der Home-Entertainment-Rechner mit Dual-Core-CPU im schicken Alu-Gehäuse ist eine Zierde für jedes Wohnensemble. Ein bisschen happig ist der Preis: gesottene 23.000 Euro.

Den Baum (und Mann) zum Glühen bringen

In jedem Mann steckt ein Tüftler vor dem Herrn. Gewiefte »bessere Hälften« nutzen diese Schwachstelle aus, etwa mithilfe eines Weihnachtsbeleuchtungs-Steuerungs-Sets [2].

Ein bisschen herumtüfteln, und schon klappt es mit der PC-gestützten Weihnachtsgeleuchtungs-Steuerungsanlage.

Ihr Liebster kann dann mittels einer Steuerbox, ein paar Kabeln und eines PCs versuchen, eine servergestützte Zentralregelanlage für Christbaum, Rentiere und Lichterketten auf dem Balkon zu basteln. Kurzum: Der Gute ist damit Wochen lang beschäftigt und kommt auf keine dummen Gedanken. Preis: abhängig von Zahl der Steuerungsboxen und Kabel; ab circa 80 Euro.

Resteverwertung: der Mikrowellen-PC

Apropos männliche Triebe: Ein zentrales Element des männlichen Charakters ist der Hang zum Sammeln. Alles wird aufgehoben, vom Kabelbinder über das Diskettenlaufwerk (»Das funktioniert doch noch«) oder Windows 3.11 bis hin zu ausrangierten Haushaltsgeräten.

So lassen sich ausrangierte Mikrowellenherde wieder reaktivieren - als PC.

Die kluge Frau schafft auf intelligente Weise Platz im Keller, indem sie ihrem Liebling ein Mainboard, ein bisschen RAM, eine CPU und eine Festplatte kauft – mit der Maßgabe, die alte Mikrowelle im Keller in einen PC zu verwandeln (»Der macht sich toll in der Küche, Schatz!«). Preis: rund drei Wochen Überzeugungsarbeit, gute Nerven, ein paar Kleinteile und diese Vorlage aus den USA [3].

Rücksturz in die Vorvergangenheit: das USB-Tape-Deck

Haben Sie das Gejammer satt, er könne die tollen Live-Mitschnitte vom Deep-Purple-Konzert anno Tobak nicht auf den iPod packen, weil die nur auf einem Medium namens »Music-Cassette« vorliegen?

Auch altgediente Muisc-Cassetten lassen sich ins digitale Zeitalter hinüber retten.

Dann schnell her mit dem ION-USB-Tape-Deck Tape2PC [4]. Damit kann er seine Lieblinge aus der altvorderen Zeit endlich digitalisieren. Preis: rund 100 Euro – und Sie haben Ruhe!

Seht her, ich bin ein WiFi-ler

Sollte Ihr Mann einen leichten Hang zum Exhibitionismus haben, müssen Sie natürlich tätig werden. Lenken Sie seine Leidenschaft in ungefährliche Bahnen, mit dem WiFi-T-Shirt [5].

Endlich ein WLAN entdeckt! Das WiFi-T-Shirt beginnt dann, nett zu leuchten.

In Reichweite eines Wireless LANs flammt das Leucht-Panel des Shirt auf und zeigt aller Welt: »Seht her, ich bin ein echter Technik-Freak, um nicht zu sagen Nerd.« Das Shirt gibt es übrigens auch mit einer Digitaluhr (für Weicheier). Preis: rund 20 Euro bei Pearl.de.

Für Schussel und Angeber: das iPhone im Holz-Etui

Ein iPhone hat mittlerweile fast jeder Mann. Einen Hang zur Schusseligkeit auch. Beides passt nicht zusammen (»Huch, jetzt ist mir das iPhone wieder mal heruntergefallen!«). Das Beste ist, das gute Stück in ein solides Holzgehäuse zu verpacken, etwa von Etsy [6].

Ein edles Ambiente für ein edles (teures) Teil: das Holzgehäuse für das iPhone.

Damit ist das Nobelteil nicht nur bestens aufgehoben, sondern »er« kann sich zusätzlich an den neidischen Blicken anderer iPhone-Fans laben. Preis: ab 85 Dollar.

Wenn schon Krawatte, dann das iPod-Modell

Krawatten als Weihnachtsgeschenk sind uns Männer fast so schlimm wie Socken, ein Heimwerker-Set oder ein Gutschein für einen Wellness-Urlaub. Ein gerade noch akzeptabler Kompromiss ist die iPod-Krawatte von Thomas Pink [7].

Leider nur in Pink zu haben: die iPhone-Krawatter aus der Kollektion 2009/20010 von Thomas Pink.

Sie enthält auf der Rückseite ein kleines Fach für einen iPod Nano. Aber die Farbe – ausgerechnet Pink! Preis: rund 80 Euro.

Let it be, let it beeehhhh

Als eine Pop-Combo namens The Beatles ihr Unwesen trieb, hatten die meisten Leser vermutlich noch nicht das Licht dieser Welt erblickt (außer dem Autor dieses Beitrags).

Stilgerecht auf dem Apfel-Stick: Die komplette Edition der Beatles-Songs.

Trotzdem – oder gerade deswegen: Für gestandene IT-Fachleute und Nerds im Vorruhestand ist die digitalisierte Version des Gesamtwerks der »Pilzköpfe«, sprich The Beatles Stereo Box [8], ein »Muss-ich-haben«-Objekt erster Güte. Preis: rund 228 Euro bei Amazon. Das war noch Musik, von wegen Hiphop, Rap und ähnliches Gedöns!

Chumby: Das Internet ist immer und überall

Wer möchte noch auf das Internet verzichten, vor allem im Schlafzimmer, am Frühstückstisch oder im Wohnzimmer? In der Regel enden Versuche von Männern, an solchen Orten den Rechner zu starten, mit einem »Jetzt aber nicht!« von »ihr«.

Super, jetzt kann

Aber es gibt ja Chumby [9]. Das kleine Gerät wird ins häusliche Wireless LAN eingeklinkt und zeigt dann Wetterberichte, Nachrichten, E-Mails oder Instant-Messages auf dem Display an. Doch aufgepasst, Jungs: nur hin und wieder einen verstohlenen Blick auf Chumby werfen, sonst gibt es erneut einen Rüffel: Preis: je nach Modell zwischen 120 und 200 Dollar.

Weg mit dem Windows-Gestank!

Selbst eingefleischte Open-Source-Fans kommen in der Praxis nicht umhin, sich ab und zu an Windows-Rechnern die Finger schmutzig zu machen. Für hartgesottene Linuxianer gibt es Gott sei Dank ein Mittel, um den Windows-Gestank aus ihrer Kleidung herauszubekommen: das Linux-Feinwaschmittel von Rösch [10].

Für besonders hartnäckige Windows-Verschmutzung empfiehlt sich die Oxi-Power-Version von Linux.

Für besonders hartnäckige Schmutzreste empfiehlt sich übrigens Linux Oxi Power. Doch Vorsicht, meine Damen: Nicht dass der Wasch-Job am Ende wieder mal an Ihnen hängen bleibt. Preis: rund 11 Euro.

[1] http://www.moneual.co.kr/
[2] http://computerchristmas.com/
[3] http://hackedgadgets.com/2008/05/31/crazy-pc-case-mods/
[4] http://www.sn-multimedia.de/shop/multimedia-dvd-mp3-player/usb-tape-teck/ion-usb-tape-deck-tape2pc-usb-2.0-schwarz
[5] http://www.pearl.de/a-NC1282-5924.shtml?vid=917
[6] http://www.etsy.com/
[7] http://www.thomaspink.com/
[8] http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B002VH7P4O/compshopscom-21?gclid=CID57a7gy54CFQWIzAodWXgtrA
[9] http://www.chumby.com/
[10] http://www.roesch-swiss.ch/

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