Von der Großen Deutschen Funk-Ausstellung zur IFA:
50 Jahre IFA
2010 feiert Berlin die 50. IFA. Seit dem Startschuss zur ersten IFA sind aber fast doppelt so viele Jahre vergangen. Die ersten »Große Deutsche Funk-Ausstellung« hatte bereits 242 Aussteller und 180.000 Besucher auf einer Fläche von 7.000 Quadratmetern. Seither war die IFA Schauplatz für zahlreiche Premieren und Neuvorstellungen, etwa den Startschuss für das Farbfernsehen 1967.
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Die IFA [1] ist untrennbar mit Berlin verbunden, obwohl die Messe nach dem Start 1924 einige Auswärtsgastspiele gab, bevor sie 1971 dauerhaft nach Berlin zurückkehrte.
Die erste »Große Deutsche Funkausstellung« 1924 wurde zunächst im jährlichen Rhythmus in Berlin fortgesetzt. Berlin blieb bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges Schauplatz dieser Messe. Nach dem Krieg folgte eine Zeit der Wanderschaft. 1950, 1953 und 1955 gastierten die Funkausstellungen in Düsseldorf; 1957 und 1959 bildete das Messegelände in Frankfurt/Main den Schauplatz. 1961 und 1963 bewunderten jeweils mehrere hunderttausend Besucher die Exponate der deutschen Industrie wieder in Berlin. Inzwischen hatte die Ultrakurzwelle (UKW) ihren Siegeszug begonnen (1950), es gab es Transistor-Geräte (1955), tragbare Fernseher (1957) und drahtlose Fernbedienungen (1959). 1963 wurde unter dem Funkturm die Audio Compact Cassette vorgestellt. Im gleichen Jahr begeisterten Stereo-Hörfunk-Sendungen die Zuhörer.
Die 24. Funkausstellung wurde 1965 in Stuttgart ausgerichtet. 1967 kehrte die Messe nach Berlin zurück. Unvergessene Sternstunde: Willy Brandts Knopfdruck zum Start des Farbfernseh-Zeitalters in Deutschland am 25. August 1967. Auch nach 1967 gab es noch weitere Auswärtsspiele: 1969 wiederum in Stuttgart und 1970 in Düsseldorf, ehe die Funkausstellung in erstmalig internationalem Zuschnitt 1971 auf Dauer nach Berlin zurückkehrte. Schon in diesem ersten Jahr kamen 26 Aussteller und 93 zusätzlich vertretene Firmen aus dem Ausland: aus Dänemark und Finnland ebenso wie aus Hongkong, Japan, der damaligen UdSSR und den USA.
Ob Quadrophonie (1973) oder ARI-Verkehrsfunk (1975), ob Video- und Bildschirmtext (1977), Compact Disc (1979), Stereoton im Fernsehen (1981), Video Programm System (1985), Radio Daten System (1987), 16:9-Breitbildfernsehen, Digitales Satelliten Radio (beide 1989), Digitale Compact Cassette, Mini Disc (beide 1991), Laser TV (1993), digitales Fernsehen (DVB), digitaler Hörfunk (DAB), Plasma-Bildschirme (alle 1995), Digital Versatile Disc (1997), Handy mit Internetzugang (1999) und die Einführung des digitalen Fernsehens über Antenne (2003) - auf der Internationalen Funkausstellung Berlin wurde vieles von dem erstmals vorgestellt, was die Consumer Electronics-Welt bewegte und heute noch bewegt.
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Wandel zur Multimedia-Messe
Als erste wirkliche Multimedia-Messe ging die IFA '95 in die Geschichte ein. Die folgenden Funkausstellungen zeigten, dass sich die Top-Messe der Unterhaltungselektronik inzwischen zu einer umfassenden Leistungsschau der Consumer Electronics – also auch für die Telekommunikation und die Informationstechnologie weiterentwickelt hat. Die fortschreitende Digitalisierung der Medien und der Techniken spielt dabei eine beherrschende Rolle.
Zu den spektakulärsten Trends der IFA 2005 zählte der Generationswechsel der Fernsehgeräte hin zum großen, flachen Heimkino-Bildschirm im Format 16:9. Was sich bereits auf der IFA 2003 als spannende technische Entwicklung abgezeichnet hatte, bestimmte im Jahr 2005 das Marktgeschehen auf breiter Front. Gleichzeitig feierte das hoch auflösende Fernsehen HDTV seine Europa-Premiere: Kurz vor dem Start der ersten regelmäßigen Übertragungen in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und anderen europäischen Ländern beherrschte die faszinierende neue Technik die Präsentationen auf allen großen Messeständen.
IFA ab 2006 jährlich
Seit Oktober 2005 darf sich Berlin künftig in jedem Jahr auf die IFA als Messeereignis von Weltrang freuen: Die dynamische Marktentwicklung der Consumer Electronics-Branche sowie das herausragende Ergebnis der IFA 2005 haben den Veranstalter der IFA, die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) und die Messe Berlin ermutigt, das Konzept der IFA weiterzuentwickeln. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der gfu haben einstimmig entschieden, die IFA künftig jährlich zu veranstalten.
Auf der ersten jährlichen IFA, der IFA 2006 gehörte HDTV zu den wichtigsten Messethemen. Nach dem Kickoff im Jahr 2005 präsentierte sich HDTV zwölf Monate später als marktreifer Medien-Service mit einem rasch wachsenden Programmangebot. Darüber hinaus startete mit der Blu-ray Disc und der HD-DVD eine neue Generation optischer Medien, die High-Definition-Qualität ins Wohnzimmer bringt.
Die IFA 2007 stand ganz im Zeichen des Generationswechsels zu den High-Definition-Medien. HDTV-Tauglichkeit gehört für die Fernsehgeräte-Neuheiten dieses Jahres schon zur selbstverständlichen Ausstattung.
2008 nahm die IFA erstmals Weiße Ware auf. Dem Erfolg der Premiere folgte mit der IFA 2009 die Vergrößerung des Segmentes der Elektrohausgeräte, die die Hallen 1.1. bis Halle 6.1. (2008: Hallen 1.1. bis 4.1.) belegten.
Bildergalerie: 50 Jahre IFA
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[1] http://www.ifa-berlin.de/
- 1. Seite: 50 Jahre IFA
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