Virtueller Friedhof in den USA eröffnet:
Social Network für Trauerfälle
Mit der Webseite remembered.com hat ein Unternehmen aus dem US-Bundesstaat Utah jetzt das erste Social Network nur für Todes- und Trauerfälle eingerichtet. Hinterbliebene können dort eine Erinnerungsseite an Verstorbene einrichten und sich in gemeinsamen Trauergruppen zusammenfinden.
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Egal, ob es um die Pflege alter Freundschaften geht, ob man neue Kontakte und den Partner fürs Leben sucht, oder ob man sich einfach nur nach einer neuen Arbeitsstelle umsieht: An Social Networks kommt heutzutage im fast kein Lebender in der industrialisierten und vernetzten Welt mehr vorbei – und wenn es nach der amerikanischen Firma remembered.com geht, auch bald kein Toter mehr. Das Unternehmen aus dem mormonischen Bundesstaat Utah bietet auf seiner Internetseite eine Art Social Network für Todesfälle.
»Jeder hat seine eigene Art, mit Trauer umzugehen«, so Andrew Jorgensen, der Chef des Unternehmens. »Wir wollen ein schönes gemeinsames Gefühl ermöglichen, mit dem die Lebenszeit jedes einzelnen Menschen gewürdigt wird«. So bietet die Seite die Möglichkeit, ein Trauerprofil mit Texten und Bildern für einen Verstorbenen einzurichten und andere Mitglieder dorthin einzuladen. So können die Hinterbliebenen gemeinsam trauern und erinnern, mit Bildern, Texten und allen anderen Mitteln eines sozialen Netzwerkes.
Dabei legt das Portal für jeden Trauerfall auch eine entsprechende URL wie z.B. http://farrahfawcett.remembered.com/ an. Normale Gedächtnisseiten und ihr Besuch sind kostenlos. Gegen eine Gebühr von knapp 20 Dollar lässt sich allerdings auch eine private Seite einrichten, die dann nur auf Einladung zugänglich ist. »Jedes Leben ist eine komplexe Verknüpung von Leuten und Ereignissen«, sagt Adolfo Espadas, der verantwortliche Entwickler der Site. »Als wir die Webseite entworfen haben, mussten wir viele sensible Bereiche wie Religion, Privatsphäre, und Sicherheit ausbalancieren und in die Betreuung der Nachrufseiten einer Person einfließen lassen.«
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