Google gibt nach:
Google will Datenschützern WLAN-Daten übergeben
Nach einer hitzigen öffentlichen Debatte um WLAN-Daten, die Google mit seinen Street-View Kameraautos aufzeichnet, lenkt der Internetmulti nun offenbar ein: Wie die Financial Times berichtet, soll Google die so gesammelten WLAN-Daten in den nächsten Tagen an die nationalen Datenschutzbeauftragten übergeben werden.
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Immer wieder zeigen Bürger Google deutlich, was sie von den Kameraautos halten.
Als vor einigen Wochen öffentlich bekannt wurde, dass die sowieso schon äußerst umstrittenen Kameraautos von Google [1] auf ihren Fahrten durch die Innenstädte nebenbei auch Daten über WLAN-Netze aufzeichnen, ging ein neuerlicher Aufschrei über die »Datenkrake« durch Medien und Öffentlichkeit. Selbst der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, zeigte sich gleichermaßen überrascht wie schockiert von dieser Praktik, die ihm jedoch laut Google bereits seit Monaten bekannt gewesen sein müsste. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ließ sich daraufhin von Google schriftlich zusichern, dass keine weiteren WLAN-Daten erfasst würden.
Jetzt haben sich Google und die Datenschützer auf ein endgültiges Ende der Aufzeichnungen in Deutschland und anderen Ländern Europas geeinigt, sowie die Herausgabe der bisher gelisteten Daten vereinbart, wie die britische Ausgabe der Financial Times [2] berichtet. Demnach wird erwartet, dass Google eventuell sogar noch vor Anfang der nächsten Woche die WLAN-Datensammlungen aus Deutschland, Frankreich, und Spanien an die jeweiligen nationalen Datenschutzbeauftragten übergibt.
Auch wenn Google zuerst darauf hingewiesen hatte, dass andere Firmen ähnliche Funknetz-Karten anlegten, so hatte sich schnell herausgestellt, dass Google bei den Kamerafahrten nicht nur die MAC-Adresse der WLAN-Stationen aufgezeichnet hatte, sondern auch die Namen der Funknetze (SSID) und ihre Verschlüsselungsmethode (siehe: Wie man WLANs »Google-sicher« macht [3]). Google-CEO Eric Schmidt führte dies auf Anfrage der Financial Times jedoch auf ein Versehen zurück, indem vergessen worden sei, eine selbst entwickelte Datensammel-Software wieder aus den Softwarepaketen der Kameraautos zu entfernen. Deshalb solle in den nächsten Wochen auch eine interne Untersuchung den internen Umgang mit Datenschutzrichtlinien überprüfen.
[1] http://www.google.de/
[2] http://www.ft.com/cms/s/2/db664044-6f43-11df-9f43-00144feabdc0.html
[3] http://www.crn.de/panorama/artikel-83153.html
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