Beim Torjubel verletzt:
Das tun Männer um ihrer Mannschaft zum Sieg zu verhelfen

von Nadine Kasszian (nadine.kasszian@crn.de)

27.05.2010

In einer Studie hat Peripherie-Spezialist Logitech die männlichen Fußball-Rituale unter die Lupe genommen. Um ihre Mannschaft bei der WM zu unterstützen, sitzen sie immer auf dem gleichen Sessel, rasieren sich nicht oder schmeißen die Fernbedienung durch das Wohnzimmer. Viele haben sich schon beim Torjubel verletzt.

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18 Prozent der Befragten haben sich selbst oder einen Freund schon einmal beim Torjubel verletzt

Auf einmal verfällt der Mann – sonst eher als rationales Wesen bekannt – in beunruhigende Verhaltensweisen: Er rasiert sich nicht mehr, will vor dem Fernseher immer auf dem gleichen Platz sitzen und verteidigt die Fernbedienung als wäre sie ein lebenswichtiges Organ. Die Symptome sind eindeutig – es ist wieder Fußball-Weltmeisterschaft.

Wie eine Studie von Lightspeed Research im Auftrag von Logitech herausfand, verfallen Männer im Fußballfieber regelmäßig dem Aberglauben. 65 Prozent bestehen darauf, immer auf dem gleichen Platz zu sitzen. Ein Fünftel der Fußball-Verrückten wird sich während des gesamten Turniers nicht rasieren. Acht Prozent der deutschen Männer singt vor Anpfiff die Nationalhymne, neun Prozent trägt sogar immer ein bestimmtes Kleidungsstück, das Glück bringen soll.

Die Fernbedienung wird nur gegen Geld aus der Hand gegeben

Die Fernbedienung ist dem Mann zu WM-Zeiten heilig

Gerade in den eigenen vier Wänden – wo die deutschen Männer am liebsten ihre Spiele verfolgen - ist der Fußballgenuss jedoch nicht ganz ungefährlich. Nach eigenen Angaben haben 18 Prozent der Befragten sich selbst oder einen Freund schon einmal beim Torjubel verletzt. Doch nicht jeder richtet die Wut über die Unfähigkeit seiner Mannschaft gegen sich selbst: 14 Prozent haben während eines Spiels bereits ein Möbelstück zerstört. Knapp zwei Drittel verschütten vor lauter Freudentaumel ihr Bier auf dem Teppich und 23 Prozent haben schon einmal die Fernbedienung vor lauter Wut durchs Wohnzimmer geworfen.

Das ist allerdings auch der einzige Grund, warum ein Mann seine Fernbedienung während der WM aus der Hand gibt. 70 Prozent gibt zu, während eines Spiels die »Kontrolle« nur gegen genügend Geld aufzugeben. Für die Frauen ein teurer Spaß: Laut Umfrage fordern die Fußball-Verrückten zwischen 200 und 1.000 Euro. 30 Prozent der Fans geben die Programm-Hoheit für kein Geld der Welt auf.

Logitech nimmt die Studie zum Anlass für die Fernbedienung »Harmony 300« zu werben. Das Gerät ersetzt bis zu vier andere Fernbedienungen und kostet 24,99 Euro (UVP).

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