Zweifelhaft: Nachrichten von nicht existierenden Nutzern:
Internetflirt: Umsonst, aber nicht kostenlos
Den Partner fürs Leben finden einsame Herzen hier nicht, doch sorgen unseriöse Internet-Datingforen mit versteckten Kosten dafür, dass der Internetflirt noch lange in Erinnerung bleibt. OpSec Security hat nun die Seite flirt-fever.de zum »Schwarzen Schaf« des Monats August gekürt.
Viele Singles mussten schon feststellen, dass es im Internet neben einer Reihe professioneller Partnerschafts-Plattformen auch so manchen unseriösen Anbieter gibt. Am Ende steht dann nicht nur die Enttäuschung, den Partner fürs Leben nicht gefunden zu haben, sondern kommen oft auch noch unerwartete und nicht zu geringe Kosten dazu. Mit seinem »Schwarzen Schaf« des Monats August möchte der Sicherheitsspezialist OpSec Security [1] auf diese Gefahr aufmerksam machen. Das Licht der Öffentlichkeit richtet das Unternehmen dabei auf die Flirt-Plattform flirt-fever.de, die nach Angabe von OpSec Security mit dreisten Methoden versucht, Nutzern das Geld aus der Tasche zu ziehen.
flirt-fever.de: Außer Spesen nichts gewesen?
Wie das Sicherheitsunternehmen berichtet, ist flirt-fever.de eine Flirt- und Dating-Plattform, bei der man sich nach Angaben des Betreibers kostenlos anmelden kann, so dass der Eindruck entsteht, die gesamte Nutzung des Dienstes sei gebührenfrei. Dass dies jedoch nicht der Fall ist, sei nicht auf Anhieb ersichtlich, sondern erst beim genauen Lesen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB).
So würden beispielsweise Nutzer mit einem Schnupperabo geködert, das für 14 Tage 1,99 Euro kosten sollte. Wenn dieses nicht gekündigt werde, verlängere sich das Abo um drei Monate, jedoch zu einem monatlichen Preis von 23 Euro. Die Informationen zu den Kosten seien darüber hinaus nicht in den AGBs, sondern in den »BGB-Informationen« zu finden und würden somit vermutlich häufig gar nicht gelesen.
Auch was die Qualität der Kontakte betrifft, scheint bei flirt-fever.de einiges im Argen: So erhielten Nutzer Nachrichten von nicht existierenden Usern sowie teure Mobilfunknummern von vermeintlichen Flirtpartnern. »Wir haben diese Seite mit dem Negativ-Preis ausgezeichnet, weil der Betreiber die Nutzer nicht nur in eine Abofalle lockt, sondern den Erfahrungsberichten zufolge auch versucht, zu verhindern, dass sich User rechtzeitig vor Ablauf der Frist für das Testabo abmelden können«, erklärt OpSec-Security-Geschäftsführer Wolfgang Greipl.
Mit freundlicher Genehmigung von Computer Reseller News [2]
[1] http://www.opsecsecurity.com/
[2] http://www.crn.de/
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