Lazy Friday: Maschinenwesen zum Liebhaben:
Von Aibo bis Terminator 4: Die schönsten Roboter

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de), Lars Bube

22.06.2009

Sie bellen, tanzen und blasen Trompete. Manche verrichten sogar nützliche Tätigkeiten wie Staubsaugen. Aber zugegeben, mit echten Charakteren wie R2-D2 oder dem Terminator können es die Roboter unserer Tage immer noch nicht aufnehmen. Aber machen Sie sich selbst ein Bild.

Eigentlich leben wir bereits in einer Welt, in der die Roboter das Sagen haben: Sie schrauben Autos zusammen, liefern sich Fußball-Matches und Boxkämpfe, untersuchen Sprengstoff-Fallen, bereiten Sushi zu und schnipseln in Operationssälen an Menschen herum.

Doch ansehnliche, knuddelige oder »menschliche« Vertreter dieser Zunft, wie etwa Sonys Roboterhund Aibo, sind Mangelware. Wir werden uns daher wohl noch einige Zeit an den Exemplaren erfreuen müssen, die es in Film und Fernsehen zu Weltruhm gebracht haben.

Aibo – der stubenreine Roboterhund

Zu den ersten gelungenen »echten« Fingerübungen in Sachen Unterhaltungsroboter zählt Sonys [1] legendäres Roboterhündchen Aibo [2]. Der kleine Racker bellt, holt brav das Stöckchen oder das Balli, das Frauchen/Herrchen wegwerfen und er kann mit dem Schwanz wedeln. Doch mittlerweile hat der Gute das Zeitliche gesegnet, sprich Sony stellte Ende März 2006 die Produktion des kleinen Schwerenöters ein.

Schluss mit lustig: Mangels Erfolg stellt Sony die Produktion seines Robot-Hunds Aibo ein.

Schade, denn gerade als Jogger und Spaziergänger weiß man pflegeleichte und stubenreine Hunde zu schätzen, die nicht an jeder Ecke ihr großes Geschäft verrichten.

Blechbüchse mit einem Hang zur Kunst

Noch ein Blick auf einen anderen »real existierenden« Roboter. Dr Sylvain Calinon von der Polytechnischen Hochschule in Lausanne hat den Salvador DaBot [3] entwickelt. Sein Spezialgebiet, wie der Name bereits andeutet: die Malerei, besser gesagt die Porträtkunst.

Der Künstler unter den

Wie das Video [3] zeigt, sind die Resultate gar nicht so schlecht. Jedenfalls sind die Personen, die Salvador DaBot zeichnet, halbwegs zu erkennen. Bei manchem menschlichen (modernen) Künstler fallen die Ergebnisse anders aus. Zurückhaltend ausgedrückt: Sie erfordern vom Betrachter ein hohes Maß an gutem Willen sowie Interpretations- und Abstraktionsvermögen.

Metropolis: Die Frau als Roboter

Apropos künstlerisches Schaffen: In der Filmkunst gab der Roboter bereits im Jahr 1927sein Debüt. Das erste Maschinenwesen war »Maria« aus Fritz Langs Stummfilm »Metropolis [5]«.

Der Rohzustand: Maria vor demAufpeppen.

Programmierung abgeschlossen: die Fleisch gewordene

Immer auf der Suche nach der

Im Vergleich dazu ist Data aus »Raumschiff Enterprise« geradezu ein Gefühlsvulkan. Vor allem, seit Data mit einem Emotions-Chip ausgestattet wurde. Sein fast schon menschliches Einfühlungsvermögen stellt der Android unter anderem beim Versuch unter Beweis, seine Katze zu erziehen (siehe Video [6]). Fazit: Ein Emotions-Chip täte auch dem einen oder anderen Menschen gut.

Manische Depressionen für Anfänger

Andererseits ist nicht gesagt, dass die implantierten Emotionen Menschen und Roboter auch wirklich brauchbarer oder gar glücklicher machen. Bester Beweis dafür ist wohl der manisch depressive »Marvin« aus Douglas Adams Fantasy-Reihe und dem gleichnamigen Film »Per Anhalter durch die Galaxis [7]«

Leicht neurotisch angehaucht: Marvin aus

Marvin ist zwar äußerst intelligent, nur kann er das unter seinem Captain auf dem Schiff »Herz aus Gold« nicht ausspielen. Deshalb hängt er gelangweilt in den Innereien des Schiffes herum und jammert jedem Besucher erstmal ordentlich die Ohren voll:

»Ich brauche nur irgendjemanden anzusprechen, und schon hasst er mich.«

»Ich könnte dir deine Überlebenschancen ausrechnen, aber du wärst nicht begeistert.«

»Leben, erzähl mir bloß nichts vom Leben.«

Widerstand ist zwecklos – die Borg

Sie sind der Traum jedes Arbeitgebers: leistungsfähig, arbeitswillig; sie wollen weder Urlaub noch eine Gehaltserhöhung und führen jede Art von Arbeit widerspruchslos aus. Und sie lassen sich nach einem Totaldefekt rückstandslos recyceln.

Selbst Enterprise-Käptn Jean-Luc Picard war zeitweise ein Borg - mit dem schönen Namen Locutus.

Schade, dass die Borg nur in der Staffel »Star Trek – The Next Generation [8]« der Abenteuer des Raumschiffs Enterprise anzutreffen sind. Gerade in harten Zeiten wie diesen wären solche Arbeitsbienchen auch hier zu Lande hoch willkommen. Verdächtig ist nur dieser verstörende Ansatz der Borg, alles und jeden in ein Kollektiv integrieren zu wollen. Das riecht geradezu nach Sozialismus und Kommunardentum.

Arnies großer Wurf: vom »Terminator« zum »Governator«

Amerikaner lieben nun einmal ganze Kerle, so wie John Wayne, Bruce Willis oder Vin Diesel. Deren Hauptqualifikation: Schießen, hauen, stechen – und keine Fragen stellen. Kein Wunder, dass auch Arnold Schwarzenegger in seiner Rolle als Terminator [9] zum Liebling der Massen wurde, zumal er sich auch noch in Teil 2 zum »Guten« wandelte.

Markantes Gesicht: Arnold Schwarzenegger als Terminator. 

Hässliche Visage: Die jüngste Version des Terminators - in Teil 4 der Saga.

Aber bei aller Liebe: Arnie hat uns als Terminator besser gefallen. Ob das Wohl der Grund ist, dass angeblich bereits Terminator 5 in Planung ist? In dieser Folge soll dann das böse Blechmonster aus Teil 2 sein Revival feiern (und vielleicht auch Schwarzenegger, wenn ihn die Kalifornier als Gouverneur abgewählt haben?). Eine charmante Art der Resteverwertung.

Das elektronische Dream Team

Wer (außer A. Mayr) hat sie nicht gesehen, die legendären Star Wars [10] Filme von George Lucas? Fast ebenso wichtig wie die Hauptpersonen Luke, Han, Leia, oder auch Chewbacca, sind beim Sternenkrieg die Roboter und Droiden.

Der Tekkie: R2-D2 hilft mit seinem technischen Know-how seinen Freunden immer wieder aus der Patsche.

Insbesondere natürlich R2D2 und C3PO, das ultimative Dream-Team unter den Robotern. Ohne die Übersetzungskünste von C-3PO und das Hackerwissen von R2-D2 kämen die menschlichen Helden meist nicht weit auf fremden Raumbasen und Planeten.

Der Vorlaute: Um C-3PO zum Schweigen zu bringen, hilft nur abschalten oder demontieren.

Gerade jüngeren Semestern werden diese zwei näher sein als ihre filmischen Vorbilder Laurel und Hardy (Dick und Doof):

»Aber Sir, niemand fragt, ob sich Droiden ärgern.«

»Ein Droide dreht auch normalerweise niemand den Arm aus dem Gelenk, wenn er verliert. Wookiees machen das immer.« - »Ich verstehe Sir. Ich schlage eine neue Strategie vor R2 - lass den Wookiee gewinnen.«

Darth – ich bin Dein Cousin: Die Cylonen

Stets ein wenig im Schatten der bekannten Weltraumepen Star Wars und Star Trek tummelte sich der Kampfstern Galactica [11]. Dabei muss sich die Serie, zumindest was Roboter angeht, wahrlich nicht verstecken.

Hier sind die Bösen nämlich durchwegs Maschinen, die Cylonen. Der Geschichte nach wurden sie vor Hunderten von Jahren von einer ausgestorbenen Spezies von Echsenwesen erfunden. Da sie die Menschen als sinnvollste natürliche Lebensform ausgemacht haben, kopierten die Cylonen deren Körper und machten sich anschließend auf, sie zu unterjochen.

Ganz harte Burschen: Die Cylonen ähneln ein wenig dem guten Darth Vader aus Star Wars. Nur das typische asthmatische Atemgeräusch fehlt.

Cylonen sind nahezu unverwundbar und unsterblich, alleine schon aufgrund der zahllos vorhandenen Ersatzteile. Ein wenig muten die Blechbüchsen allerdings an, als hätte bei der Erzeugung dieser Roboter neben den erwähnten Echsen auch Darth Vader seine Finger mit im Spiel gehabt …

[1] http://www.sony.de/
[2] http://support.sony-europe.com/aibo/index.asp?language=de
[3] http://www.calinon.ch/portraitist.php
[4] http://www.calinon.ch/portraitist.php
[5] http://www.filmportal.de/df/ca/Uebersicht,,,,,,,,6329D4CC9D134D2386233262B52D274D,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html
[6] http://www.myvideo.de/watch/6096662/Star_Trek_Data_und_seine_Katze_xD
[7] http://video.movies.go.com/hitchhikersguide/global/index_street.html
[8] http://www.startrek.com/startrek/view/series/TNG/
[9] http://www.mgm.com/title_clip.php?title_star=TERMINAT
[10] http://www.starwars.com/
[11] http://www.battlestargalactica.com/

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