Schwierige Verhandlungen:
Google arbeitet mit NSA zusammen
Die Angriffe auf Googles Infrastruktur kürzlich haben die Suchmaschine erschüttert. Das Unternehmen will sich nun Hilfe bei der NSA holen. Diese soll helfen, die Systeme von Google besser zu schützen.
Googles Ruf im Umgang mit den Daten der Nutzer ist nicht der Beste, schon wegen der Sammelwut des Suchmaschinen-Anbieters. Nun müssen Anwender fürchten, dass ihre Daten dort nicht mehr sicher sind. Grund ist ein erfolgreicher Angriff auf Googles Infrastruktur, den diese China zuordnet. Das trifft den Anbieter ins Mark. Dies ist vermutlich der Auslöser, dass Google [1] mit dem Geheimdienst NSA [2] über eine Zusammenarbeit verhandelt. Dies berichtet die Washington Post [3] mit der Berufung auf entsprechende Quellen. Allerdings gibt es dazu keine Kommentar, weder von Google noch der NSA. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig. Schließlich muss das Unternehmen der NSA Informationen zur Verfügung stellen, ohne dass die eigenen Regeln oder Gesetze in den USA verletzt werden.
Google soll mit der NSA über eine Zusammenarbeit verhandeln. (Quelle: NSA)
Nach Quellen, die mit den Verhandlungen vertraut sind, geht es in der Kooperation nicht darum, die Urheber der Attacke im Januar zu finden. Vielmehr soll die NSA helfen, das Netz von Google besser abzusichern. In der Vergangenheit haben auch andere Unternehmen die NSA möglichst geräuschlos um Hilfe gebeten.
Bei der Zusammenarbeit geht es wohl darum, Schwachstellen bei Google in der Hardware und Software zu finden. Außerdem gilt es, die Möglichkeiten des Gegners einzuschätzen.
Die Bundesbehörde hat bereits andere Angriffe dokumentiert und analysiert, um die Merkmale (Signaturen) der Attacken zu erkennen . Außerdem hat sie Wissen, um herauszufinden, wie die Hacker im Januar in das System gekommen sind.
Nicht ganz einfach: Zusammenarbeit zwischen Behörden und Firmen
Die Angriffe auf Google im Januar sollen einmal dem Source-Code von Google gegolten haben, also dem Code für die Applikationen, die das Unternehmen einsetzt. Außerdem waren wohl Gmail-Accounts von Menschenrechtsaktivisten in China, Europa und den USA das Ziel.
Die Verhandlungen berühren einen generelles Problem bei der Zusammenarbeit von Unternehmen mit ihrer Regierung. Denn es geht um die Balance zwischen den Interessen der Behörden und dem Schutz der Privatsphäre.
Dass die NSA nach dem 11. September wiederholt Telefonate und E-Mails abgefangen hat, macht die Gespräche sicher nicht leichter. Weiter hat sich Google nach eigenen Angaben in 2008 geweigert bei dem Terroist-Surveillance-Programm der NSA mitzumachen.
[1] http://www.google.de/
[2] http://www.nsa.gov/
[3] http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2010/02/03/AR2010020304057.html?hpid=topnews
- 1. Seite: Google arbeitet mit NSA zusammen
- 2. Seite: Nicht ganz einfach: Zusammenarbeit zwischen Behörden und Firmen
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Google bessert bei Betriebssystem nach
Google hat in den USA mit dem Verteilen eines neuen Updates von Android 4.0 begonnen. Ob die neue Version 4.0.4 auch in Deutschland erscheint, ist unklar.
Infor bringt Software für mobile Lösungen auf den Markt
Der amerikanische Softwarehersteller Infor verschafft mit einer Cloud-Plattform nun auch unterwegs Zugang zu seinen betriebswirtschaftlichen Back-End-Lösungen. Außerdem gibt es dazu passende mobile Applikationen.
