Unmoralisches Online-Angebot:
19-jährige Neuseeländerin versteigert Jungfräulichkeit

von redaktion@crn.de

03.02.2010

Unter dem Titel »Relationship for Sale« hat ein 19-jähriges Mädchen aus Northland im Norden Neuseelands seine Jungfräulichkeit im Internet versteigert. Der Teenager gab an, mit dem dabei erzielten Geld sein Studium finanzieren zu wollen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Das unmoralische Angebto bei ineed ist inzwischen beendet

Eine gute Kinderstube kann man der 19-jährigen Neuseeländerin mit dem Pseudonym »Unigirl« nicht absprechen: »Ich möchte mich für die 30.000 Menschen bedanken, die meine Anzeige angeschaut haben sowie für die mehr als 1.200 abgegebenen Gebote«, heißt es nun unter der beendeten Angebotsnummer [1] bei dem Online-Auktionshaus ineed.co.nz. »Ich habe ein Angebot in Höhe von 45.000 Neuseeländischen Dollar (ca. 23.000 Euro) akzeptiert – viel mehr als ich mir je vorgestellt habe«.

Doch das Angebot, das hier so nonchalant beschrieben wird, hat es in sich: Unter dem Titel »Relationship for Sale« hat die Neuseeländerin auf dem Online-Portal ihre Jungfräulichkeit versteigert. So hieß es in dem Angebotstext: »Ich hatte noch nie eine sexuelle Beziehung und bin noch Jungfrau. Ich bin bereit, meine Jungfräulichkeit an den meistbietenden zu geben, solange dabei meine persönliche Sicherheit gewährleistet ist. Diese Entscheidung habe ich mit vollen Bewusstsein aller möglichen Konsequenzen getroffen«, so der Teenager, der sich selbst als »gesund, attraktiv und sportlich« beschrieb.

Moralfragen, Studiengebühren und Fake-Vorwürfe

In Neuseeland hat die ungewöhnliche Online-Auktion in den vergangenen Tagen für ein beträchtliches Echo gesorgt. Vor allem die Online-Plattform ineed.co.nz geriet schnell ins Kreuzfeuer der Kritik. Der Geschäftsführer des Online-Auktionshauses Ross McKenzie wollte sich dagegen auf moralische Diskussionen nicht einlassen: »ineed fällt keine moralischen Bewertungen über seine Mitglieder, wir glauben and die Freiheiten jedes Individuums.«

Die Versteigerung führte auch zu einer Diskussion über die finanziellen Nöte neuseeländischer Studenten. Wie in vielen angelsächsisch geprägten ist auch in Neuseeland das Hochschulstudium mit massiven Gebühren verbunden.

Schließlich wurden aber auch Zweifel an der Echtheit des unmoralischen Angebots laut: So befindet sich ineed in einem harten Wettbewerb mit der Online-Plattform TradeMe und kann sich über die derzeitige Aufmerksamkeit nicht beklagen.

[1] http://www.ineed.co.nz/search_extended.php/relationship/id/676/

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