Informationspolitik:
US-Präsident ernennt »Nobody« zum Chief Technology Officer

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

20.04.2009

Mit Aneesh Chopra hat der amerikanische Präsident Barack Obama erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten einen Chief Technology Officer (CTO) berufen. Der Kandidat ist allerdings weniger prominent als erwartet.

Nicht Bill Gates, der Mitbegründer von Microsoft [1], oder Ciscos [2] CTO Padmasree Warrior machten das Rennen. Barack Obamas Wahl fiel auf Aneesh Chopra. Er soll künftig als Chief Technology Officer der Vereinigten Staaten die technologische Weiterentwicklung des Landes vorantreiben.

Aneesh Chopra, der neue CTOder US-Regierung.

Mit Chopra wählte Obama somit nicht, wie erwartet, ein Schwergewicht aus der Industrie aus. Der frisch gebackene CTO war zuvor als Secretary of Technology für den Bundesstaat Virginia tätig.

Zusammen mit Vivek Kundra, dem Chief Information Officer, soll Chopra unter anderem die Einführung von IT-Technologien vorantreiben, mit denen sich das Gesundheitswesen effizienter machen lässt und die Breitband-Infrastruktur ausbauen. Auch die Sicherheit der Nation, etwa der Schutz gegen Cyberangriffe, steht auf der Tagesordnung.

Vertreter der amerikanischen IT-Industrie begrüßten die Ernennung von Aneesh Chopra. Dazu gehörten unter anderem Googles CEO Eric Schmidt und die Business Software Alliance, der die führenden Softwarefirmen der USA angehören.

Allerdings ist unklar, wie die Rollenverteilung zwischen CTO Chopra und CIO Kundra aussehen wird. Hier scheinen Konflikte vorprogrammiert zu sein.

[1] http://www.microsoft.de/
[2] http://www.cisco.de/