Fotos gibt´s, die gibt's gar nicht:
Lazy Friday: Die wahre Geschichte des PC

von Lars Bube (lbube@weka-fachmedien.de), bre

03.04.2009

Für die meisten User ist ein PC nicht viel mehr als eine Black Box, die mehr oder weniger zuverlässig ausführt, was man ihr anschafft. Doch was genau geht darin vor sich? Anhand einiger aufschlussreicher wie witziger Fotomontagen wollen wir diesem Geheimnis etwas genauer auf die Spur kommen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 4)

Computer sind heute zwar allgegenwärtig, allerdings hört für die meisten Nutzer das Verständnis für diese Geräte spätestens an der Mattscheibe beziehungsweise dem LC-Display auf. Grund genug für uns, einmal einen tieferen Einblick in die Funktionsweise der elektronischen Rechenknechte zu werfen und ihren Werdegang nachzuvollziehen.

Als grafisches Anschauungsmaterial dazu dienen detailreiche Photomontagen der Seite Worth1000.com [1], die besonders gelungene Photoshop-Montagen auszeichnet.

Was um Himmels Willen ist eine Einwählverbindung?

So erreicht uns immer wieder die Frage, gerade von jüngeren Nutzern, die bereits mit DSL aufgewachsen sind, was eigentlich eine Dial-up-Verbindung sei. Ganz einfach: Dabei fungiert der PC mit seinem Modem als Vermittlungsstelle zwischen dem Arbeitsplatz und dem Internet. Das sieht in der Praxis dann in etwa so aus:

Desk-Top

Doch seit wann gibt es überhaupt Computer und wieso heißen die »normalen« Geräte Desktop? Auch hier helfen die Bilder dem Verständnis deutlich weiter. Die wenigsten Leute wissen heute noch, dass es die ersten PCs schon in Zeiten vor dem dem zweiten Weltkrieg gab, wie dieses Bild aus US-Beständen zeigt.

Allerdings waren damals nur relativ einfache Geräte ohne viel Nutzwert zu haben, sogenannte »Macs« (weil er sozusagen der Big-Mac unter den Schreibmaschinen war), die dafür aber designerisch Akzente in den Büros setzten.

Später, um 1930, entwickelte sich dann die Idee, dass ein Computer den Schreibtisch gänzlich überflüssig machen könnte. Deshalb wurde die Tischoberfläche (Desk-Top) wesentlich steiler gestellt und mit grafischen Anzeigeelementen versehen. Fertig war der erste Desktop – noch etwas größer und robuster als heute, aber im Grunde schon einem heutigen PC entsprechend.

Erstes Zubehör

Es folgte eine Zeit der rapiden Evolution bei den Computern, die von verschiedenen neuen Erfindungen vorangetrieben wurde. Als wichtigste wäre hier die Maus zu nennen, die in den Anfangszeiten noch aus Vollholz gefertigt war, um in Kombination mit Wachsen und Ölen eine geringere Gleitreibung zu garantieren. Später wurden zunehmend Spezialkunststoffe eingesetzt, die zwar eine geringere Gleitreibung haben, aber dafür auch nicht so schön zum Mahagonischreibtisch passen.

Aber auch die Tastatur machte zu dieser Zeit immer weitere Fortschritte. Anfangs noch eine Kopie der Schreibmaschine, stellte sich spätestens mit der Einführung der Windows-Betriebssysteme heraus, dass zur Bedienung eines Computers unbedingt weitere Tasten benötig werden.

Mobile Computing

Der nächste Schritt in Richtung unseres Computerzeitalters waren dann die mobilen Geräte. Ab den späten 50er Jahren gab es erste Versuche, die Rechenmaschinen auf ein tragbares Format zu schrumpfen.

Schnell eroberten die sogenannten »Schlepptops« auch die Schulen und veränderten die Art zu lernen, zu denken und zu arbeiten.

In den 80er Jahren schließlich sorgte das neue Speichermedium VHS-Datasette für einen riesigen Sprung beim Mobile Computing. Ab diesem Zeitpunkt konnten bisher ungeahnte Datenmengen gespeichert und transportiert werden, was erstmals auch die Umwandlung von Videos in ein digitales Format erlaubte.

Liebling, ich habe die Informatiker geschrumpft

Natürliche stellte diese enorm schnelle Weiterentwicklung auch das Personal hinter den Kulissen vor immer neue Herausforderungen. Gerade für die tragbaren Geräte werden Fachkräfte mit ganz besonderen Fähigkeiten gebraucht, wie sie auch heute noch äußerst rar und begehrt sind – das »IT-Fachpersonal«.

Mit steigender Komplexität der Komponenten und des Betriebssystems wurde in den letzten Jahren außerdem stets eine höhere Anzahl an Technikern für den Betrieb eines PCs und seiner Programme benötigt. Die Maßeinheit für die in einem Rechner enthaltenen Fachkräfte ist dabei die Anzahl ihrer Herzen. Reichten in den Anfangszeiten noch wenige Hertz (Techniker), werkeln in heutigen Systemen schon mehrere hunderttausend Hertz.

Der erste iPod

Neben den reinen Rechenknechten begann man in den 50er Jahren nach weiteren Einsatzmöglichkeiten für die Siliziumchips zu forschen. So kam etwa der IT-Visionär Steve Jobs schon 1952 auf die bis heute folgenreiche Idee, ein tragbares Musikabspielgerät auf Basis von Computerbausteinen zu entwickeln: den iPod.

Ähnlich wie die VHS-Kassetten bei den Schlepptops wurden auch hier in den späten 80er Jahren neue Speichermedien entwickelt, die ein Vielfaches an MP3s aufnehmen konnten als die bisherigen Platten. Somit veränderten sich Design und Technologie zu den Geräten, wie wir sie heute kennen:

Mobiles Telefonieren

Inspiriert vom iPod kamen bald einige findige Tüftler auf die Idee, auch den Telegraphen mit den klugen Chips auszustatten. Neben neuen Funktionen erlaubte dies, auch die Vermittlungsstellen mit den entsprechenden Technikern wesentlich zu verkleinern. Das ließ natürlich auch der bereits erwähnte Steve Jobs nicht auf sich sitzen und entwickelte kurzerhand auch noch das iPhone.

Die Krönung dieser Idee folgte allerdings erst 1978, als Zapp Meier auf die Idee kam, zusätzlich seine Briefe über den computerisierten Telegraphen laufen zu lassen. Damit war neben der E-Mail auch das sogenannte Smartphone erfunden:

Steigender Bedarf an Hardwareressourcen

Durch die immer neuen Funktionen und Optionen entwickelten die Rechner und anderen intelligenten Geräte neben dem wachsenden Bedarf an Technikern / Hertz auch einen stets größeren Hunger nach sogenannter Hardware. Alleine für den Betrieb von Windows Vista, einem der modernsten Betriebssysteme, sollten sich heutige Computernutzer unbedingt einen Binär-Garten anlegen, um noch ausreichend Leistung produzieren zu können.

Zwar gibt es inzwischen an jeder besseren Ecke einen Automaten mit Binärdaten und weiterer Verschleißhardware, allerdings können sich die dafür benötigten Gelder schnell zu astronomischen Beträgen summieren.

Home Office und Teleworking

Auf der anderen Seite ermöglicht die steigende Rechenleistung eine massive Durchdringung und Veränderung des Alltags durch die Computer. Da heutzutage fast jeder einen Rechner zum Arbeiten braucht und die meisten von uns zudem einen oder zwei Privat-Systeme ihr Eigen nennt, verlaufen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben heute fließend.

So lässt sich von jedem Ort der Welt aus arbeiten, der einen entsprechenden Anschluss an das kommunale Leitungsnetz besitzt:

Die Zukunft des Computing: der User 3.0

Was ist also noch möglich? In Zukunft wollen die Hersteller PCs bauen, die wirklich von jedem bedient werden können.

Allerdings besteht trotzdem die Gefahr, dass diese Idee an den – allzu einfältigen – User scheitert. Aus diesem Grund haben einige Unternehmen kurzerhand damit begonnen, nach neuem Bedienungspersonal zu suchen.

[1] http://www.worth1000.com