Versteht jetzt auch Lotus-Notes:
WAN-Beschleuniger von Riverbed als Plattform für Applikationen in Zweigstellen
Mit der Version 5.5 ihres Betriebssystems »RiOS« können »Steelhead«-Appliances von Riverbed virtuelle Maschinen wie DNS- und DHCP-Server für Zweistellen ausführen. Daneben verstehen die WAN-Beschleuniger weitere Applikationen und der mobile Steelhead-Client unterstützt jetzt auch SSL.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Riverbeds Steelhead-Appliances beschleunigen die Übertragung von Daten, Applikationen und Protokollen über das WAN. Da dazu immer auf beiden Seiten der WAN-Strecke ein Gerät nötig ist, stehen diese damit auch in den Filialen. Daher liegt es nahe, die Appliances auch für andere Applikationen zu nutzen. Zu diesem Zweck können die Geräte virtuelle Maschinen (VM) für Vmware ausführen. Der Hersteller diesen Mechanismus als »Riverbed Services Platform« (RSP). VMs dafür sind beispielsweise DHCP- sowie DNS-Server oder Lösungen für Application-Monitoring. Im Prinzip kann dies jede virtuelle Appliances sein. Direkten Support von Riverbed gibt es aber nur für solche, die der Hersteller für RSP zertifiziert hat. Mit der Version 5.5 beschleunigt Steelhead auch Lotus-Notes und MAPI-verschlüsselten Verkehr auf der Applikationsebene. Außerdem versteht jetzt die Client-Software »Steelhead Mobile 2.0« nun Mapi-2007, Oracle-Forms und SSL.
Beispiel einer Einsatzszenerie mit »Steelhead«-Appliances und »Steelhead Mobile«-Client von Riverbed für die WAN-Beschleunigung
Derzeit gibt es RSP-Pakete etwa von Secure-Computing für Unified-Threat-Management (UTM) oder von Infoblox für DNS/DHCP. Dazu gehören auch RSP-Lösungen von Wowza Media Systems und Qumu für Media-Streaming oder Netdialog und Opnet für Application-Monitoring. Auch Windows-Server-2003 oder -2008 lässt sich einsetzen, um etwa lokal Druck-Services anzubieten.
Steelhead-Mobile bringt WAN-Beschleunigung auch zu Mitarbeitern, wenn sie im Home-Office oder von unterwegs auf die Zentrale zugreifen. Jetzt kann der Client auch SSL dekodieren und darin übertragen Daten so schneller übertragen. Zertifikat und privater Schlüssel bleiben dabei auf der Steelhead-Appliance im Unternehmen.
Steelhead-Mobile erkennt auch automatisch, ob es remote in einer Filiale mit einer Steelhead-Appliance arbeitet. Hier kann der Administrator festlegen, ob der Client mit der Zentrale spricht oder das die Appliance vor Ort übernimmt. Ersteres hat den Vorteil, dass der Client gerade am Anfang bereits viele Datenmuster lernen kann. Ist er dann nicht mehr in der Filiale, greifen die Beschleunigungsmechnismen von Anfang an besser. Zweiteres hat den Vorteil, dass die Lizenz ein anderer nutzen kann, da Riverbed mit einer Concurrent-Lizenzierung arbeitet. Hierein passt auch, dass der Einsatz des Clients nun in Abhängigkeit vom Link wie LAN, WAN, WLAN oder GSM gesteuert werden kann.
Außerdem bringt Rios 5.5 jetzt Mechanismen mit, um Daten bei Desaster-Recovery schneller wieder zurück zu übertragen. Hierbei geht es weniger um die Beschleunigung von Applikationen, sondern die verfügbare Bandbreite möglichst gut auszunutzen.
Die Unterstützung für Notes auf der Applikationsebene hat Riverbed in Zusammenarbeit mit IBM entwickelt. SMB-Signing soll das Protokoll gegen Man-in-the-Middle-Attacken schützen. Windows-Server-2008 hat SMB-Signing standardmäßig aktiviert. Auch XP-Clients können das mit Hilfe entsprechender Group-Policies. Rios beherrscht nun diese Form des SMB-Protokolls. Außerdem bringt Riverbed weitere Appliance-Modelle.
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