Strategisches Instrument:
Studie: Client-Virtualisierung vor allem für mobile Rechner

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

20.08.2008

Ein einfacheres Desktop-Management ist der wichtigste Grund für Unternehmen, um sich auf Client-Virtualisierung einzulassen. Dabei haben die Firmen zuerst die mobilen Rechner und nicht die stationären PCs im Visier.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Die Virtualisierung von Servern ist sicher ein Einstiegspunkt in diese Technologie. Dies bringt Unternehmen auch schnell zu Storage-Virtualisierung. In einer Umfrage von Centracon [1] ist für 34 Prozent die Client-Virtualisierung eine konsequente Fortsetzung der IT-Konsolidierung. Weitere 29 Prozent sehen dies zumindest tendenziell. Für die Erhebung wurden 300 mittelständische und große Unternehmen befragt, deren Umsatz über 50 Millionen Euro liegt.

Interessanterweise liegt der Schwerpunkt für Client-Virtualisierung nicht bei den PCs im Unternehmen (31 Prozent) sondern bei den mobilen Rechnern (42 Prozent). Gleichzeitig sehen 62 Prozent ein einfacheres Client-Management als größten Treiber für die Virtualisierung. Dieser Schuh drückt bei mobilen Geräten sicher mehr bei den PCs.

Weitere Gründe für den Einsatz sind eine höhere Flexibilität mit 59 Prozent und Kostenersparnisse mit 57 Prozent. Sicherheit kommt mit 46 Prozent recht deutlich erst an vierter Stelle.

Nur 38 Prozent sehen die Technologiestrategie als Motivation für den Einsatz. Das überrascht etwas, nachdem 53 Prozent zumindest teilweise Client-Virtualisierung wesentliches Element in der IT-Konsolidierung betrachten. Eine Schlussfolgerung könnte sein, dass eher pragmatische Gründe zum Einsatz führen, auch weil hier eine Technolgiestrategie fehlt.

Robert Gerhards, Geschäftsführer bei Centracon bewertet die Umfrage so: »Der entscheidende Ansatz bei der Virtualisierung ist nicht die Technik selbst, sondern die Veränderung der Prozesse.« Dies erlaube, andere Modelle zu entwickeln, um Services bereitzustellen. Die geringe Verankerung von Client-Virtualisierung in der IT-Strategie erklärt Gerhards so: Es handle sich um eine junge Disziplin. »Sie muss dort aber unbedingt berücksichtig werden.«

[1] http://www.centracon.com/

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