Cyber-Kriminalität:
Online-Betrüger wollen vom US-Wahlkampf profitieren
Für die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain sind Werbe-E-Mails und ihre Web-Seiten ein wichtiges Mittel, um für Spenden zu werben. Das machen sich nach Angaben der Sicherheitsfirma Symantec auch kriminelle »Trittbrettfahrer« zunutze.
Von der Spendenfreude ihrer Landsleute für die beiden Präsidentschaftskandidaten wollen Cybergangster in den USA profitieren. Das erläuterte Oliver Friedrichs, Direktor von Symantecs [1] Security-Response-Team, in einem Vortrag auf der IT-Sicherheitskonferenz »Black Hat« in Las Vegas.
Ebenso wie sein Konkurrent Barrack Obama sammelt auch der Republikaner John McCain Spendengelder mithilfe seiner Web-Site.
Für den Demokraten Barack Obama [2] und seinen republikanischen Widersacher John McCain [3] sind Werbe-E-Mails und ihre Web-Seiten zu unverzichtbaren Einnahmequellen geworden. Alleine Obama hat bislang 350 Millionen Dollar Spendengelder erhalten, von denen laut Friedrichs etwa 80 bis 90 Prozent online hereinkamen - über Obamas Web-Site.
Um spendenwillige Bürger anzuzapfen, haben Online-Betrüger Web-Seiten mit Domain-Namen aufgesetzt, die denen der US-Politiker sehr ähnlich sind. Auf diese lotsen sie Interessenten, etwa mithilfe von Links in Spam-E-Mails.
Hillary Clingon, die im Vor-wahlkampf gegen Lieutenant
Unvorsichtige, die dann über diese gespooften Seiten und die dort vorhandenen Online-Spendenformulare Geld spenden, werden in zweifacher Hinsicht geprellt: Die milde Gabe erhält der kreative Cybergangster; außerdem kommt dieser in den Besitz der Kreditkarteninformationen des Spenders.
Eine Technik, die Oliver Friedrichs in seinem Vortrag nicht erwähnt hat, ist das Hacken von Web-Seiten von Präsidentschaftskandidaten. Zumindest bei Barack Obama war vor einigen Monaten einmal der Fall.
Der »Angreifer« erlaubte sich in diesem Fall allerdings nur den Scherz, auf Obamas Site zur Wahl seiner damaligen Mitbewerberin Hillary Clinton aufzurufen. Darüber, dass Hacker die Web-Sites der Politiker mit Schadcode hinterlegen, wie das bei vielen Internet-Seiten von Firmen oder Online-Portalen der Fall ist, wurde bislang nichts bekannt.
Hillary Clintons als Klingonin
Apropos Scherz: Einige Spaßvögel nutzen laut Friedrichs den Wahlkampf in den USA auch dazu, um sich über Politiker lustig zu machen.
Ein Opfer ist Hillary Clinton, die bekanntlich den Vorwahlkampf gegen Obama verlor. Unter www.HillaryClingon.com [4] tritt sie als Klingonin auf. Barack Obama dagegen ist in Anlehnung an die TV-Serie »Raumschiff Enterprise« beziehungsweise »Startrek« als Lieutenant Sulu zu bewundern.
[1] http://www.symantec.de/
[2] http://www.barackobama.com/
[3] http://www.johnmccain.com/
[4] http://www.HillaryClingon.com
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