Neue BlackBerry Modelle in Kürze verfügbar
T-Mobile und Research in Motion (RIM) stellten in München die beiden neuen Modelle BlackBerry Curve 8900 und BlackBerry Pearl Flip 8220 vor, die in den nächsten Wochen für Geschäfts- und Privatkunden erhältlich sein werden.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 2)
Das 8220 ist das erste Klapp-Blackberry
Das BlackBerry [1] Curve 8900 stellt den Nachfolger des bisherigen Curve Modells dar und wartet vor allem im Design mit einer gründlichen Verjüngung auf. Das hochauflösende Display (480x360 Pixel, 65.000 Farben), eine 3,2 MP Autofokus Kamera und der leistungsfähige 512 MHz Prozessor gehören zu den wichtigsten Neuerungen. Auch die Internetkonnektivität hat sich um eine Option erweitert – dem WLAN. Der Speicher lässt sich per Micro SD auf bis zu 8GB erweitern. Mobile Navigation ist über den eingebauten GPS Empfänger mit dem T-Mobile Service NaviGate möglich. Das Blackberry Curve 8900 ist ab Dezember bei T-Mobile erhältlich.
Um neue Kundengruppen zu erreichen wurde das BlackBerry Pearl Flip 8220 vorgestellt, dass erste BlackBerry im Klappdesign. Es verfügt über eine »QUERTZ« Tastatur mit 20 Tasten und der SureType Technologie, die komfortables Tippen und Worterkennung ermöglichen soll. Wie schon bei den Pearl Modellen, verfügt auch das Pearl Flip über eine Kamera (hier mit 2MP), Foto und Video-Messaging sind möglich. Das Hauptdisplay misst 240x320 Pixel, das Außendisplay 128x160 Pixel. Anonsten kann das Klapp-BlackBerry alles, was auch seine Markengeschwister können – einzig das Design unterscheidet das Flip. Auch wenn mit diesem Modell verstärkt junge Käufer aus dem Privatkundenbereich angesprochen werden soll, gibt es laut T-Mobile eine signifikante Nachfrage aus dem Geschäftskundensegment. Auch das BlacBerry Pearl Flip 8220 ist in Kürze – Mitte November - bei T-Mobile erhältlich.
Das BlackBerry Curve 8900 im Test
Direktvergleich: Curve alt (links) gegen neu (rechts)
Der Hersteller behauptet, das BlackBerry Curve liege gut in der Hand – und hat damit auch recht. Genau wie der Vorgänger gleichen Namens ist das BlackBerry Curve 8900 leicht (112 g mit Akku) und selbst mit einer Hand problemlos zu bedienen. Ausgeprägt hat sich bei intensiven BlackBerry Nutzern jedoch das schnelle Tippen mit den Daumen. Das Design kommt unaufdringlich und elegant daher, in silberner Chromoptik und schwarzem Rücken.
Das Display ist äußerst kontrastreich und hochauflösend, was vor allem angenehm ist, wenn man Dateianhänge öffnen will. Mit der vorinstallierten Applikation »documents to go« lassen sich Attachments problemlos öffnen und auch bearbeiten. Sowohl Textdokumente, Tabellen als auf pdf und Bilder lassen sich gut darstellen. Das Display überzeugt jedoch auch in Verbindung mit der integrierten 3,2Mega Pixel Kamera, die auch für Videoaufnahmen verwendet werden kann, sofern eine Medienkarte zur Speicherung eingesetzt wird. Diese ist – im Gegensatz zum Vorgängermodell Curve 8310 – leicht einzusetzen und wieder zu entfernen, da sich der Kartenslot direkt unter dem Batteriedeckel befindet und der Akku zum einsetzen und entnehmen nicht entfernt werden muss. Gleiches gilt im Übrigen auch für die Sim Karte. Die Videoqualität kann aufgrund des hohen Stromverbrauchs bei eingeschaltetem Videolicht und der geringen Bildschärfe nur bedingt überzeugen, wohingegen die Fotos durch Schärfe und den Autofokus überzeugen können. Ein weiteres gut funktionierendes Feature ist die Sprachaufzeichnung, deren Wiedergabequalität, auch einwandfrei ausfällt.
Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
Die Menügestaltung des neuen Curve weiß auch zu überzeugen, wendet sich RIM hier – wie schon beim Bold – von den etwas verspielteren Icons ab und ersetzt diese durch nüchterne, dezente Symbole in dezenten weißen Linien auf dunkelblauem Grund.
Ein großes Plus ist die nunmehr direkt eingebaute Tastaturverriegelung, die sich links oben am Gerät befindet und nicht mehr durch eigenes Definieren eines smartkeys als Tastensperre (inklusive umständlicher Zwei-Tasten-Entriegelung) bedient werden muss. Einfaches Verriegeln und Entriegeln per definierter Schaltfläche verschafft Zeitersparnis.
Ein großes Manko für Geschäftskunden ist das fehlen von 3G Internetkonnektivität (HSPA), die es bisher nur beim Bold gibt. Hier steht RIM der Konkurrenz noch ein wenig nach. Wer jedoch ohnehin hauptsächlich auf das komfortable empfangen, bearbeiten und versenden von e-mail Nachrichten setzte, wird sich an diesem Manko weniger stören.
Alles in allem scheint der BlackBerry Curve 8900 ein gelungenes Produkt Update der Curve Reihe zu sein, dass ab Dezember dann beweisen muss, dass es genau so erfolgreich bei Geschäfts- und Privatkunden ankommt, wie sein silbriger Vorgänger.
[1] http://de.blackberry.com/
- 1. Seite: Neue BlackBerry Modelle in Kürze verfügbar
- 2. Seite: Das BlackBerry Curve 8900 im Test
- 3. Seite: Die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick
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