Gateprotect setzt auf internationale Expansion
Der deutsche UTM-Spezialist Gateprotect will der Wirtschaftskrise mit internationaler Expansion begegnen. Unterstützt von einem neuen Lizenzmodell will der Hersteller aber nicht nur in ferne Märkte wie USA oder Australien eintreten. Auch im Nachbarland Österreich soll der bisher vernachlässigte Channel stark ausgebaut werden.
Dennis Monner, Geschäftsführer von Gateprotect
Glück im Unglück kann man es wohl nennen, wenn man seine Ziele für das Umsatzwachstum um 20 Prozent auf sieben nach unten korrigiert und trotzdem ruhig bleibt. Dennis Monner, Geschäftsführer des Unified-Threat-Management (UTM)-Spezialisten Gateprotect, zeigt sich angesichts der Wirtschaftskrise jedenfalls recht entspannt: »Wer in diesen Zeiten noch ein positives Wachstum vorweisen kann, darf zufrieden sein«.
Laut einer aktuellen Analyse der Experton Group wird die IT-Security im Vergleich zum Minuswachstum anderer Branchen in Deutschland 2009 immerhin noch um rund 6 Prozent zulegen. Weil das Hamburger Unternehmen hierzulande aber nur drei Prozent Wachstum erwartet, will es sich 2009 auf die Expansion in internationale Märkte konzentrieren. Neue Vertriebsvereinbarungen haben die Hamburger aktuell neben Belgien und Skandinavien auch in der Türkei oder in Australien geschlossen. Mit einem eigenen, kürzlich eröffneten Vertriebsbüro soll besonders das Geschäft in den USA gestärkt werden. »Unser Channel in Deutschland ist dagegen gesättigt«, so Monner. Der Geschäftsführer erwartet von seinen etablierten Partnern trotz der Krise ein stabiles Geschäft, rechnet aber auch mit einigen Insolvenzen kleinerer Reseller: »Es wird sicher eine gewisse Bereinigung im Channel stattfinden«.
Chancen für Managed Security Provider
Um den deutlichen Rückgang in Deutschland aufzufangen, baut Gateprotect aber nicht nur auf Wachstum in Übersee, sondern auch auf den Ausbau des bislang vernachlässigten Channels in Österreich. Ab sofort sucht der Hersteller zur Vertriebsunterstützung weitere Fachhandelspartner, die sich auf den Vertrieb von Sicherheitslösungen spezialisiert haben. Um dieses Engagement zu untermauern haben die Hamburger zum 1. April 2009 mit Benjamin Feldtmann erstmals einen Sales-Verantwortlichen für das Österreich-Geschäft berufen. Bis Ende 2009 soll der Vertriebsexperte ein flächendeckendes Partnernetz in der Alpenrepublik aufbauen. »Auch in der österreichischen Security-Branche herrscht ein aggressiver Verdrängungswettbewerb«, weiß Monnner. »Andererseits prüfen Unternehmen in Krisenzeiten ihre Einsparmöglichkeiten genau und bieten Resellern damit einen idealen Einstieg in das Geschäft mit Gateprotect«. Als Anreiz erhalten Fachhändler kostenlos die Management-Software »Gateprotect Command Center V2 (CCV2)« im Wert von 4.500 Euro. Mit CCV2 eröffnen sich Resellern, die Managed Security Services anbieten oder künftig anbieten wollen, zusätzlich neue Geschäftsbereiche: Bis zu 500 UTM-Firewalls des Herstellers lassen sich per Fernwartung verwalten und konfigurieren.
Interessierten Resellern bietet das vierstufige Gateprotect-Partnerprogramm (Silber, Gold, Platin und PlatinPlus) ein umfangreiches Schulungs- und Serviceangebot. Dazu gehören Schulungs- und Zertifizierungsprogramme, Pre- und Post-Sales-Unterstützung, Technik-Trainings, ergänzende Marketing- und Leadgeneration-Maßnahmen, Support-Dienstleistungen, Werbekostenunterstützung und Bonusprogramme. Je nach Kategorie winken Preisnachlässe, kürzere Reaktionszeiten bei Supportanfragen sowie eine bessere Unterstützung beim Marketing. Um die Reseller entsprechend zu qualifizieren, bietet Gateprotect mehrmals im Jahr Workshops in der Unternehmenszentrale in Hamburg an.
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