Spam-E-Mails:
Bitkom: Fast drei Viertel der E-Mail-Nutzer erhalten täglich Spam
Nach einer Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom erhalten 71 Prozent der Deutschen, die eine private E-Mail-Adresse besitzen, täglich mindestens eine unerwünschte Nachricht.
Der Bitkom [1]gibt die Spam-Quote mit mindestens 80 Prozent der weltweit versendeten E-Mails an. Das ist eine eher konservative Schätzung. Nach Angaben von Betreibern von Managed-Security-Services wie Cloudmark [2] oder Google-Postini [3] erreicht der Anteil der unerwünschten Nachrichten teilweise bis zu 95 Prozent.
Programme wie Microsoft-Outlook enthalten einen Spam-Filter.
Das ist vor allem im Vorfeld von Feiertagen der Fall, etwa Weihnachten oder Ostern. Dann werden besonders viele Mails verschickt, die für Produkte Werbung machen.
Laut Bitkom erhalten 71 Prozent der Deutschen, die eine private E-Mail-Adresse besitzen, pro Tag mindestens eine unerwünschte Botschaft. Etwa ein Viertel der E-Mail-User erhält sogar mehr als fünf Spam-Nachrichten.
Immerhin schafft es nur ein Teil der Botschaften bis ins E-Mail-Postfach der User. An die 38 Prozent der Nutzer setzten die Spam-Filter ihres E-Mail-Service-Providers ein; 25 Prozent haben eine Filterfunktion auf ihrem Rechner installiert, etwa in Form einer Anti-Spam-Software, oder sie nutzen die Dienste eines Anti-Spam-Service-Providers.
Tipps gegen Spam
Um die Quote der empfangenen Spam-E-Mails zu verringern, sollten User folgende Ratschläge beherzigen:
1. Eine komplizierte E-Mail-Adresse wählen: Spam-Versenden erzeugen Adressen oft nach dem Zufallsprinzip und probieren diese aus. Ungewöhnliche Zeichenfolgen in einer E-Mail-Adresse, etwa eine Zahl, macht den Spam-Versendern das Leben schwerer.
2. Nicht auf Spam-Nachrichten antworten: Wer auf eine solche Mail reagiert, signalisiert dem Versender »Diese Adresse ist aktiv!«. Die Folge: Der Betreffende wird mit noch mehr Werbenachrichten »zugemüllt«.
3. Zweit- oder Dritt-Adressen anlegen: Es ist empfehlenswert, seine »Haupt-E-Mail-Adresse« an möglichst wenige Personen herauszugeben. Wer Newsletter abonniert, Produkte online registriert oder online Waren bestellt, sollte dafür einen anderen Account oder eine zweite Adresse verwenden. Dafür kommen beispielsweise kostenlose E-Mail-Konten bei Google, Microsoft, Web.de oder Yahoo in Frage.
4. Spam-Filter nutzen: Dabei kann es sich um die Produkte von Firmen wie Symantec, Kaspersky, Trend Micro oder McAfee handeln, aber auch um Schutzfunktionen, die in E-Mail-Programmen wie Microsoft Outlook integriert sind.
5. Blindkopien verschicken: Beim Versenden von E-Mails an mehrere Empfänger die Adressen im Feld »BCC« (Blind Carbon Copy) eingeben. Dadurch werden die Adressen gegenüber dem Empfänger versteckt. In der Praxis kommt es aber leider immer wieder vor, dass selbst »E-Mail-Profis« wie Firmen oder Presseagenturen Nachrichten verschicken, in denen alle Adressaten in Klartext aufgeführt sind.
[1] http://www.bitkom.org
[2] http://www.cloudmark.com/
[3] http://www.postini.com/
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