Adobe Acrobat kontert MS Office Live Workspace
Mit Acrobat 9 eröffnet Adobe eine völlig neue Art, Dokumente zu erstellen. Flash-Video kann jetzt problemlos in PDF integriert werden, dazu gibt es jetzt auch einen kostenlosen, gehosteten Online-Einstieg in Acrobat.
Kaum hat Microsoft [1] sein Office Live Workspace vorgestellt, fährt Adobe [2] einen eiskalten Konter. Acrobat 9 und Acrobat.com haben das Zeug, Microsoft das Leben wesentlich schwerer zu machen als Google mit seinen Apps oder Sun mit Star Office/Open Office. Es hat lange gedauert, aber erst jetzt hat Adobe den Erwerb von Macromedia wirklich abgeschlossen. Die Integration von Flash-Videos, aber auch QuickTime und Windows Media, in PDF-Dokumente eröffnet Anwendern eine komplett neue Welt. Ulrich Isermeyer, Business Development Manager Acrobat, erklärt: »Durch Acrobat 9 wird wirklich für jeden augenfällig, was bisher außerhalb von Fachkreisen nur wenig bekannt ist. PDF ist keineswegs nur ein starres Format, mit dem lediglich »gucken & drucken« möglich ist.«
Mit Acrobat 9 lassen sich verschiedenartige Inhalte in einem einzigen Dokument zusammenführen, dem neuen PDF-Portfolio. In PDF-Portfolios können zahlreiche Formate, egal ob Dokumente, Video- und Audio-Dateien oder auch 3D-Objekte, in einer komprimierten PDF-Datei gebündelt werden.
Neuer Hosted Service Acrobat.com
Acrobat 9 bietet zudem über den Zugang zu Acrobat.com mehr Möglichkeiten für Echtzeit-Zusammenarbeit an PDF-Dokumenten. Dieser neue Hosted Service von Adobe Systems steht seit heute als Public Beta bereit und ermöglicht neuartige Workflows. So können beispielsweise Vertriebsmitarbeiter Acrobat 9 dazu nutzen, ihren Kunden umfangreiche Vertragsdokumente zuzusenden. Jeder Anwender des kostenlosen Adobe Reader (volle Funktionalität ab Reader 9) kann dann über Acrobat.com die Gruppen-Navigation durch ein PDF-Dokument in Echtzeit steuern. So ist sichergestellt, dass sich jeder Teilnehmer auf derselben Seite befindet und die Kommunikation ohne Missverständnisse abläuft.
Anwender von Acrobat 9 haben über Acrobat.com die Möglichkeit, Dateien zu speichern und auszutauschen, im Rahmen von Formular-basierten Prozessen erfasste Daten zentral zu sammeln sowie Kommentare aus verteilten Dokumenten zu bündeln. Darüber hinaus bietet Acrobat.com andere Services wie beispielsweise Adobe ConnectNow. Dieses Web-Conferencing-System ermöglicht Desktop Sharing sowie Video- und Audio-Konferenzen und integriert eine Chat-Funktion. Zudem wird mit Adobe Buzzword ein webbasiertes Textverarbeitungsprogramm bereitgestellt, mittels dessen mehrere Anwender an einem Dokument arbeiten, es austauschen, kommentieren und prüfen können.
Upgrade ab 140 Euro
Die Acrobat 9 Produktfamilie beinhaltet Acrobat 9 Standard, Acrobat 9 Pro und das neue Acrobat 9 Pro Extended. Die Acrobat 9 Pro Extended beinhaltet Adobe Presenter, mit dem sich Microsoft PowerPoint Präsentationen in Multimedia-PDF-Dateien umwandeln lassen.
Acrobat 9 Pro Extended, Acrobat 9 Pro und Acrobat 9 Standard für Microsoft Windows sowie Acrobat 9 Pro für Mac OS X sind voraussichtlich ab Juli 2008 in den Sprachversionen Deutsch, Englisch, Französisch und Japanisch erhältlich. Der Preis für Acrobat 9 Pro Extended wird rund 980 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) betragen.
Die Version Acrobat 9 Standard kann für rund 420 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) sowie für rund 140 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) als Upgrade von früheren Versionen (ab Acrobat 6 Elements) erworben werden.
[1] http://www.microsoft.com/de/de/default.aspx
[2] http://www.adobe.com/de/
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