Virtualisierung:
Red Hat packt Hypervisor in seine Linux-Version

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

23.06.2008

Die Beta-Version eines kompakten Hypervisors für Linux- und Windows-Umgebungen hat Red Hat herausgebracht. Die Software soll in künftige Linux-Versionen des Herstellers integriert werden.

Auf der Web-Seite www.ovirt.org [1] steht die Vorab-Ausgabe des Hypervisors zur Begutachtung bereit. Er läuft auf Rechnern, auf denen die Linux-Distribution Fedora installiert ist.

Die Software basiert auf dem KVM-Projekt [2] (Kernel Virtual Machine). Darauf ging eine Virtualisierungslösung hervor, die 2006 in Linux integriert wurde. Der Hypervisor unterstützt unter anderem die Migration von Virtual Machines in Echtzeit zwischen x86-Rechnern.

Kernel Virtual Machine (KVM) integriert einen KVM-Treiber direkt in den Linux-Kernel.

Ebenfalls auf der Ovirt-Web-Seite [3] ist die Beta-Ausgabe einer Managementlösung für virtualisierte Systeme zu finden. Mithilfe einer Web-Konsole können IT-Manager »remote« Virtual Machines einrichten und verwalten. Red Hat [4] hat ein API beigesteuert, das den Zugang zu VMs auf Grundlage von KVM oder Xen herstellt.

Red Hat ist einer der ersten namhaften Software-Anbieter, der sich KVM zunutze macht, um die Virtualisierung auf Basis von Linux voranzutreiben. Das Konzept von Kernel Virtual Machine wird derzeit vor allem von der israelischen Firma Qumranet [5] weiterentwickelt.

Einer der führenden Köpfe von Qumranet ist Moshe Bar. Er war einer der Mitbegründer von Xen Source. Dieser Spezialist für Server- und Desktop-Virtualisierung wurde im vergangenen Jahr von Citrix [6] übernommen.

[1] http://www.ovirt.org
[2] http://kvm.qumranet.com/
[3] http://www.ovirt.org/
[4] http://www.redhat.com/
[5] http://www.qumranet.com/
[6] http://www.citrix.de/

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