Microsoft will Gesundheitslösungen nach Deutschland bringen

von Dr. Jakob Jung

22.04.2009

In den USA bietet Microsoft seine Lösungen für die Gesundheitsbranche schon seit längerem erfolgreich an. Jetzt will Microsoft auch in deutschen Krankenhäusern Fuß fassen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

In HealthVault kann der Patient täglich seine Daten eingeben, dem Arzt zur Verfügung stellen, und den Langzeitverlauf verfolgen.

Auf der Fachmesse conhIT, die derzeit in Berlin stattfindet, stellt Microsoft gemeinsam mit seinem Partner Infusion erstmals eine Surface-Plattform vor, mit der medizinisches Personal und Patienten am Beispiel der US-amerikanischen Gesundheitsplattform HealthVault [1] Gesundheitsdaten ohne Tastatur, Maus oder sonstige Eingabehilfen nur mit Berührungen mit Händen, Fingern oder anderen Gegenständen eingeben und übertragen können. In Zukunft könnten Patienten und Ärzte so beispielsweise Daten direkt austauschen und Behandlungsmethoden besprechen.

Medizinische Informationen und Befunde werden dabei in einem persönlichen »Gesundheitstresor« sicher verwahrt. Patienten haben über HealthVault jederzeit die volle Kontrolle über ihre Online-Gesundheitsakte und können auch selbständig Ergebnisse mobiler Diagnosegeräte, etwa zu Blutdruck oder Zuckerspiegel, hochladen und in Online-Applikationen weiterverwenden. Kliniken können mit dem Unified Intelligence System Amalga von Microsoft vorhandene Daten aggregieren und Patienten ebenfalls über HealthVault zur Verfügung stellen. Die Online-Plattform HealthVault ist ein Beispiel für Microsofts Cloud Computing-Strategie und wird derzeit in Amerika erfolgreich angeboten.

Surface Technologie als Schlüssel

»Mit der Surface-Technologie revolutionieren wir die Benutzerführung im medizinischen Alltag«, erklärt Jens Dommel, Geschäftsbereichsleiter Healthcare bei Microsoft Deutschland. »Durch die Liberalisierung der medizinischen Daten müssen mehr Personen Zugriff haben. Die gemeinsam mit unserem Partner Infusion entwickelte Lösung ist ein gutes Beispiel dafür, wie sensible medizinische Datenmengen sicher und schnell in der Praxis gemanagt und übertragen werden könnten. Das Interface und die Surface-Technologie machen den Ansatz hinter Amalga und HealthVault für den Patienten und das Klinikpersonal sicht- und erlebbar.«

[1] http://www.healthvault.com/

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