Storage-Systeme für Data-Center:
Isilon: NAS-Storage-Cluster gegen die Datenflut
Die Informationsberge wachsen immer schneller, vor allem diejenigen, die aus unstrukturierten Daten wie Multimedia-Dateien bestehen. Die amerikanische Firma Isilon setzt ihre Storage-Systeme dagegen. Die NAS-Geräte der »IQ-X-Series« lassen sich nach Lust und Laune clustern, ohne an Leistung zu verlieren.
Es ist kein Geheimnis, dass die Menge der Datenbestände auf Servern, Client-Geräten und Storage-Systemen explosionsartig zunimmt. Das gilt vor allem für unstrukturierte Daten wie Videos, Musik und Bilder von Digitalkameras. Aber auch die Resultate von Simulationen, etwa in der Krebsforschung, zählen dazu.
Der Storage-Spezialist Isilon Systems [1] geht davon aus, dass 58 Prozent aller neu hinzu kommenden Daten in unstrukturierter Form vorliegen, also keine Word-Dokumente oder E-Mails sind. Dies stellt große Unternehmen, Medienkonzerne, Betreiber von Online-Portalen wie Facebook und Internet-Service-Provider vor Probleme.
Die NAS-Cluster-Nodes von Isilon sind mit Quad-Core-CPUs von Intel undjeweils zwölf SATA-2-Festplatten bestückt.
Die Hersteller von Networks-Attached-Storage-Systemen (NAS) setzen daher verstärkt auf NAS-Cluster-Systeme. Auch Isilon bietet mit seinen IQ-X-Series-Geräten eine solche Lösung an. Das Unternehmen wildert damit in den Jagdgründen von EMC und Netapp. Beide sind derzeit die führenden Anbieter von NAS-Clustern.
Symmetrisches Clustering
Isilon setzt bei der X-Serie auf eine symmetrische Cluster-Architektur. Die Grundelemente sind Nodes, die mit Intel-Quad-Core-CPUs der Reihe Xeon 5100 ausgerüstet sind. Jeder Knoten verfügt zudem über 4 MByte Cache und zwölf SATA-Festplatten.
Als Cluster-File-System verwendet Isilon mit OneFS [2] eine Eigenentwicklung. Jeder Nodes besitzt jeweils zwei Gigabit-Ethernet- und Infiniband-Schnittstellen. Über Infiniband werden die Knoten miteinander verbunden.
In der Minimal-Konfiguration kommen mindestens drei Nodes zum Einsatz. Ein Cluster kann insgesamt bis zu 96 Knoten umfassen. Beim IQ 1920 [3] mit 160-GByte-Disks beträgt die Speicherkapazität zwischen 5,7 TByte (drei Knoten) und 184 TByte (96 Knoten).
Das größte System IQ 12000 [3] ist mit SATA-2-Platten von 1 TByte ausgestattet. Es stellt zwischen 36 TByte und 1152 TByte zur Verfügung.
IQ 200 für kleinere Firmen
Für Einsteiger in die NAS-Cluster-Technik ist das IQ 200 [5] gedacht. Ein Cluster mit drei Nodes bietet Platz für 6 TByte Daten. Es lässt sich bis auf 24 Knoten erweitern. In dieser Zusammenstellung liegt die Speicherkapazität bei 48 TByte.
Alle Festplatten lassen sich im laufenden Betrieb austauschen. Zudem sind die Netzwerkanschlüsse und Netzteile redundant ausgelegt.
Der Aufbau eines Netzwerks mit Isilon-IQ-Systemen
Andreas Stolzenberger, der Storage-Spezialist von Network Computing [6], hält den Ansatz von Isilon für viel versprechend. Die NAS-Systeme der Firma eigenen sich seiner Ansicht nach vor allem als Speicherplatz für große Dateien. Details soll ein Test in den Real World Labs in Poing liefern, der voraussichtlich im Sommer startet.
Größte Konkurrenten von Isilon sind Netapp [7] und EMC [8]. Auch IBM [9] (durch den Kauf der israelischen Firma XIV Anfang 2008) und Hewlett-Packard [10] (durch die Übernahme von Polyserve) haben sich im Bereich NAS-Cluster-Lösungen in Position gebracht.
Isilon sieht sich gegenüber diesen Firmen im Vorteil, weil die IQ-Systeme im Gegensatz zu den Konkurrenten keine Performance-Engpässen aufweisen, wenn viele Knoten gekoppelt werden. Auch in Bezug auf die Ausfallsicherheit seien die IQ-Cluster besser aufgestellt, so der Hersteller.
[1] http://www.isilon.com
[2] http://www.isilon.com/products/index.php?page=software_OneFS
[3] http://www.isilon.com/pdfs/brochures/Isi-B-X-Series-Spec-0108_v03.pdf
[4] http://www.isilon.com/pdfs/brochures/Isi-B-X-Series-Spec-0108_v03.pdf
[5] http://www.isilon.com/products/index.php?sub=platforms&page=platform_midrange
[6] http://www.networkcomputing.de/
[7] http://www.netapp.com/
[8] http://www.emc.com/
[9] http://www.ibm.de/
[10] http://www.hp.com/de
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