Intels neue Atom-Kraft
Der Chiphersteller hat die neue Generation seiner ultramobilen und sparsamen Atom-CPUs vorgestellt. Erste Netbooks mit der neuen »Pine Trail«-Plattform sollen schon Anfang Januar in den Handel kommen.
Der neue Atom N450 soll sowohl sparsamer, als auch leistungsstärker als seine Vorgänger sein.
Mit seinen Prozessoren der Atom-Serie ist Intel [1] einer der wichtigsten Treiber des Trends zu immer kleineren und sparsameren Basis-PCs, wie den Netbooks, deren Markt das Unternehmen aus Santa Clara nahezu alleine beherrscht. Jetzt hat Intel die neue Generation [2] der Atom-CPUs vorgestellt, die nochmals rund 20 Prozent weniger Strom brauchen soll und damit die Akkulaufzeit mobiler Geräte noch weiter verlängern. Gleichzeitig soll die Leistung, insbesondere bei Grafikanwendungen verbessert werden.
Dazu wurde bei der neuen Plattform »Pine Trail« der Grafikchip in den Prozessor integriert, so dass auch der Platzbedarf verringert und das Layout vereinfacht werden. Mit diesem Schritt reagiert Intel auch auf die im Sommer vorgestellten »ION [3]«-Plattform des Grafikkartenherstellers Nvidia, die trotz der relativ schwachen Rechenleistung der Atom-Kerne auch aktuelle 3D-Spiele auf Netbooks erlaubt. Zwar ist der neue Intel-Grafikchip GMA 3150 leistungsstärker als sein Vorgänger GMA 950 und soll jetzt auch HD-Videos ruckelfrei abspielen können, allerdings dürfte er nach aktuellem Stand dennoch nicht an die Leistung der Nvidia-Lösung heranreichen. Durch den fehlenden Front-Side-Bus wird es mit der neuen Atom-Baureihe jedoch nicht mehr möglich sein, solche Drittlösungen für die Grafik zu integrieren. Somit schlägt Intel mit der neuen Architektur zwei Fliegen mit einer Klappe: mehr Sparsamkeit und Leistung bei Ausschluss der Konkurrenz.
Eigene Nettop-Varianten
Intel liefert den neuen Atom vorerst in drei Versionen aus: während der N450 mit seiner automatisch variierenden Taktung für Netbooks gedacht ist, gibt es mit dem D410 und D510 jetzt auch eine eigene Variante für stationäre Nettops. Der D510 ist dabei auch der erste Atom mit zwei Prozessorkernen. Eine weitere Verbesserung zu den Vorgängern ist auch die integrierte Unterstützung für 64-Bit Software, was vor allem den Einsatz des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 7 in der 64-Bit-Version auf den Minis erleichtern soll. Hardwarebefehle für Virtualisierung bringt hingegen auch die neue Baureihe noch nicht mit.
Derzeit arbeiten bereits die meisten Hersteller an Geräten mit den neuen Chips. Acer, Asus, Lenovo und MSI zeigten auch schon erste Eindrücke und planen, zur CES vom 7.-10. Januar offiziell neue Netbooks aus Pinetrail-Basis vorzustellen.
[1] http://www.intel.com/#/de_DE_03
[2] http://ark.intel.com/ProductCollection.aspx?familyId=29035
[3] http://www.nvidia.de/object/sff_ion_de.html
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