Lazy Friday: Elektronische Begleiter von Promis:
Die Schönen, Reichen und Erfolgreichen und ihre IT-Gadgets

von Dr. Matthias Hell

22.05.2008

Ob Computer, Handy oder iPod: Auch für prominente Zeitgenossen gilt: Mancher hat es und mancher hat es nicht. Network Computing zeigt Ihnen eine Auswahl der interessantesten Promi-Gadgets.

»Papa Razzi« mit iPod nano

Bei seinem ersten Besuch bei Radio Vatikan [1] schenkten die Mitarbeiter des Rundfunksenders Papst Benedikt XVI. einen weißen iPod nano [2] mit zwei Gigabyte Speicherplatz. Der MP3-Player wurde zuvor bereits mit einer Reihe von Radioaufzeichnungen sowie klassischen Stücken von Beethoven, Mozart und Chopin bestückt und trägt die Gravur »Für seine Heiligkeit Benedikt XVI«. Medienberichten zufolge bedankte sich der Papst für das Geschenk mit den Worten: »Computertechnologie ist die Zukunft«.

Gutes Karma ohne Handy und E-Mail

Ganz ohne moderne Kommunikationsmittel lebt dagegen der Dalai Lama [3]. Die Schwester des buddhistischen Religionsführers, Jetsun Pema, berichtete nun der Illustrierten Gala [4]: »Er hat kein Handy, keinen Festnetzanschluss und keinen eigenen E-Mail-Account«. Um ihren Bruder zu sprechen, müsse Pema seinen Sekretär anrufen.

Der Dalai Lama kommuniziert auf andere Weise, jedenfalls nicht über Telefonoder E-Mail.

Lagerfeld lässt telefonieren

Modeschöpfer Karl Lagerfeld [5] setzt ganz auf althergebrachte Kommunikationswege: Mit Geschäftspartnern und Freunden tritt er über Briefe in Kontakt. Lagerfeld besitzt nicht nur kein Handy, sondern verzichtet in seiner Pariser Privatwohnung ganz auf ein Telefon: »Telefone sind etwas fürs Personal«, so der bekannt schrullige Modezaar. Um kreativ arbeiten zu können, brauche er dagegen Ruhe und Konzentration, so Lagerfeld.

Im Gegensatz dazu verzichtet der Couturier jedoch nicht auf eine eigene Web-Seite [5], allerdings eine mit Flash-Animationen leicht überladene Kreation.

Standesgemäß: Telefonieren ist keine adäquate Tätigkeit für einen Modeschöpfer wie Karl Lagerfeld.

Country-Sound auf »iPod One«

US-Präsident George W. Bush besitzt bereits seit einigen Jahren einen iPod [7]. Der MP3-Player wurde dem Politiker von seinen Töchtern Jenna und Barbara geschenkt und erhielt im vergangenen Jahr viel Medienaufmerksamkeit, als die präsidiale Playlist veröffentlicht wurde.

Ein bisschen Coungtry, ein bisschen Pop: Noch-US-Präsident Bush genießt dies alles auf einem Apple iPod.

»iPod One« enthält wie erwartet viel Country-Musik, aber auch Songs von Künstlern wie Joni Mitchell, Van Morrison und The Knack (»My Sharona«). Im Unterschied zu vielen prominenten iPod-Besitzern, benutzt Bush das Gerät auch, unter anderem zur musikalischen Untermalung der Fahrradausflüge auf seiner Ranch in Texas.

Handy? Njet!

Eigentlich ist Russland – schon auf Grund seiner geografischen Weite – ein Land der Handys. So gibt es in dem Land dreimal so viele Handys wie Festnetzanschlüsse.

Mag kein Handy: Russlands frisch gebackener Ministerpräsident Wladimir Putin.

Auf einen der prominentesten Bürger Russland, Ex-Präsident und Jetzt-Ministerpräsident Präsident Wladimir Putin [8], trifft das allerdings nicht zu: Putin besitzt kein Handy beziehungsweise »Mobilnik«, wie man in Russland sagt.

Liebeserklärung an den iPod

Eine wahre Hymne auf den iPod stimmt U2 [9]-Sänger und Weltretter Bono an: Der MP3-Player sei »das schönste Design-Objekt in der Welt der Musik seit der elektrischen Gitarre«.


Ob zu dieser Einschätzung vielleicht auch der Sachverhalt beigetragen hat, dass Apple-Chef Steve Jobs vor einiger Zeit einen eigenen »iPod U2« auf den Markt brachte?

Dell im Kanzleramt

Eine Homestory in der Illustrierten Bunte [10] brachte es zu Tage: Bundeskanzlerin Angela Merkel [11] setzt nicht auf einheimische IT-Produkte von Wortmann [12] oder Fujitsu-Siemens [13], sondern hat auf ihrem Arbeitstisch einen Desktop-Monitor von Dell [14].

Fans des amerikanischen Computerherstellers identifizierten in Weblogs den 19-Zoll Flachbildschirm der Kanzlerin.

Das Backup-Desaster

Der Computer abgestürzt, alle Artikel verschwunden und kein Backup – so das Horror-Szenario, das »Sex and the City«-Protagonistin Carrie Bradshaw [15] in einer Episode der Kultserie erleben musste. Doch allem Drama zum Trotz, eignete sich die Folge auch bestens zum Produktplacement eines Apple iBooks [16] (jetzt MacBook).

Zweifellos ein Notebook von Apple, das Carrie Bradshaw in

Mal schauen, vielleicht gibt es ja eine Fortsetzung des Handlungsstrangs im »Sex and the City«-Kinofilm, der Ende Mai in die Kinos kommt. Und vielleicht taucht auch dort ein Gadget aus dem Hause Apple auf.

[1] http://www.radiovaticana.org/ted/index.asp
[2] http://www.apple.com/de/ipodnano/
[3] http://de.wikipedia.org/wiki/Dalai_Lama
[4] http://www.gala.de/
[5] http://www.karllagerfeld.com/
[6] http://www.karllagerfeld.com/
[7] http://www.apple.com/de/ipodclassic/
[8] http://www.kremlin.ru/eng/articles/presidents_eng.shtml
[9] http://www.u2.com/
[10] http://www.bunte.de/
[11] http://www.angela-merkel.de/
[12] http://www.wortmann.de/
[13] http://www.fujitsu-siemens.de/
[14] http://www.dell.de/
[15] http://www.imdb.com/character/ch0018417/
[16] http://www.apple.com/de/macbook/

Verwandte Artikel