16-jähriger Student entwickelt »Zweites Internet«
Mit inzwischen 140 Millionen registrierten Internetadressen ist der Spielraum für Domainwünsche deutlich geschrumpft. Ein 16 jähriger Österreicher sorgt jetzt mit seiner Idee für Furore, das Domainproblem mit einem parallelen Internet zu lösen.
Der integrierte Browser der Homepage ist derzeit noch das einzige Portal zum Second Web
Wenn die begehrten Domains im Internet knapp werden, dann muss eben ein zweites Internet her. So läßt sich kurz und knapp die kreative Idee des 16 jährigen Wiener Studenten Julian Zehetmayr zusammenfassen, die derzeit für Aufregung in den Weiten des Webs sorgt. »Das Domainproblem im Internet ist heute nicht mehr zu übersehen. Da wäre es doch sinnvoll, wenn es dennoch eine Möglichkeit gäbe, an die gewünschte Webadresse zu kommen«, erläutert Zehetmayr den Grundgedanken seiner Idee gegenüber der Agentur Pressetext. Zudem koste es auch nur einmalig fünf Dollar, sich eine Wunschadresse im Second Web [1] zu sichern.
Drei Monate hat der junge Student am Second Web gebastelt, jetzt ist es online. Obwohl das zweite Web technisch natürlich kein Internet ist, sei für den Nutzer sei der Unterschied jedoch gering. Die erste Nachfrage scheint ihm damit Recht zu geben: »Seit unserem Start am 21. September haben User bereits 4.000 Webadressen bei uns registriert«, zeigt sich Zehetmayr erfreut. Und das, obwohl das Second Web derzeit noch merklich eingeschränkt ist, da bislang sind lediglich .com-Adressen registrierbar sind. Zehetmayr versichert jedoch, er arbeite bereits an der Einbindung länderspezifischer und anderer Domains.
Portal zum zweiten Web
Auch die Suchfunktionen des zweiten Internets sind derzeit noch eingeschränkt. Der einzige Weg um die Seiten im neuen Web auch zu finden, führt derzeit über einen speziellen Browser auf der Homepage im (ersten) Internet. Ein Add-On soll die Suche in Zukunft aber auch in andere Browser wie Firefox und Internet Explorer integrieren.
Sind also bald auch die Sprachspezialisten gefragt, um einen Plural für das Internet zu finden? Wohl eher nicht. Zehetmayr selbst macht deutlich, wo die Grenzen seines Netzes liegen: »Wir wissen, dass das Second Web niemals das erste ersetzen kann, weil es ja auf ihm basiert. Alles was wir wollen, ist virtuelle Domains in einem fiktiven zweiten Internet zu verkaufen«. Auch mit Marken- und Firmennamen sehe er deshalb keine Probleme: »Juristisch gesehen handelt es sich bei Second-Web-Domains nämlich nicht um echte Internetadressen, sondern um Datenbankeinträge. Wenn sich eine Firma dennoch bei uns beschwert, dann wird die betreffende Domain von uns gesperrt und der User, der sie registriert hat, bekommt sein Geld zurück.«
[1] http://www.thesecondweb.net
- 1. Seite: 16-jähriger Student entwickelt »Zweites Internet«
- 2. Seite: Portal zum zweiten Web
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Ist Ihrer auch zu breit?
Die linke Fahrspur ist in vielen Autobahn-Baustellen nur für Fahrzeuge mit maximal zwei Meter Breite zugelassen. Jetzt warnt der ADAC: 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter! Wer nicht nachmisst, riskiert ein Bußgeld.
Chefs versagen im zwischenmenschlichen Umgang
Vielen Führungskräften fehlt es an Empathie im Umgang mit ihren Mitarbeitern und sie erfüllen ihre Aufgaben nicht effektiv. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Development Dimensions International (DDI).
