Neues iPhone: »Doppelt so schnell, halb so teuer«
Wie erwartet hat Apple-Chef Steve Jobs auf der Worldwide Developers Conference in San Francisco die neue iPhone-Generation vorgestellt. Das »iPhone 3G« verfügt nun über UMTS sowie GPS-Navigation – und das zu einem niedrigeren Preis.
Apple-Chef Steve Jobs präsentierte in San Francisco das neue »iPhone 3G«
Apple [1] wirbt für sein neues iPhone mit dem Slogan »Doppelt so schnell, halb so teuer«. Die neue Variante läuft mittels 3G-Funktechnologie in UMTS-Netzwerken und verfügt damit über eine wesentlich leistungsfähigere Internetverbindung als das bisherige 2G-EDGE-Modell. Zudem unterstützt das »iPhone 3G« auch die Satelliten-Navigation per GPS.
Um den Marktanteil des Apple-Handys zu erhöhen, dreht der Computerherstellers an der Preisschraube: Das neue Einsteigermodell des iPhone ist für 199 Dollar mit acht Gigabyte Speicher zu haben. Eine Version mit 16 GB kostet 100 Dollar mehr. Unter den Erstkäufern des iPhone dürfte es deswegen zu einem neuen Aufstand kommen, wie bereits vor einigen Monaten bei der ersten Preissenkung. Damals hat sich Apple noch offiziell bei den Kunden für die Preissenkung entschuldigt. Das ist jetzt nicht mehr zu erwarten.
»iPhone 3G«: Ein Blackberry-Konkurrent
Mit den Features des neuen iPhone-Modells geht Apple auf die Bedürfnisse vieler Kunden im Business-Segment ein. Nicht nur der langsame Internet-Zugang, auch Sicherheitsbedenken wegen der fehlenden VPN-Unterstützung und der umständliche Abruf von E-Mails sorgten bisher für Skepsis. Hier sorgt das »iPhone 3G« nun mit einer Cisco-kompatiblen VPN-Lösung sowie einem Exchange-Client für neue Verhältnisse und bietet zudem eine volle Microsoft Office-Kompatibilität.
Betrachtet man neben den neuen technischen Möglichkeiten noch den günstigen Marktpreis sowie Apples Absicht, die Bindung an jeweils einen exklusiven Vertriebspartner aufzulösen (CRN berichtete [2]), so kann man von einer wahren Offensive des Computerherstellers auf dem Markt für Business-Smartphones sprechen. Im Visier dürfte Apple-Chef Steve Jobs dabei vor allem Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) haben: Nach Angabe der Marktforscher von IDC konnte RIM seinen Anteil auf dem Smartphone-Markt im ersten Quartal 2008 von 35,1 auf 44,5 Prozent ausbauen während das iPhone von 26,7 auf 19,2 Prozent zurückfiel.
Verkaufsstart für das neue iPhone-Modell ist in 22 Ländern ist der 11. Juli. Bis jetzt hat Apple sechs Millionen iPhones an den Mann gebracht. Apple selbst rechnet für diese Jahr mit insgesamt zehn Millionen verkauften Geräten. Für das nächste Jahr träumen Analysten allerdings schon von Verkaufszahlen von 45 Millionen.
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[1] http://www.apple.com/
[2] http://www.crn.de/news/showArticle.jhtml?articleID=208402757
[3] http://forum.crn.de
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