Thin-Clients als Krisengewinner

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Bernd Reder

22.07.2009

Im Gegensatz zu den meisten anderen Bereichen des IT-Hardware-Markts wächst der Umsatz mit Thin-Client-Systemen derzeit deutlich. Marktforscher erwarten für das laufende Jahr ein Umsatzplus mit den sparsamen Minidesktops von bis zu 15 Prozent.

Die schlanken Thin-Clients bieten unmittelbares Sparpotential und setzen sich damit bei den Unternehmen zunehmend durch. (Bild: Liscon L-Series)

Server-basiertes Computing mit Thin-Clients bietet einige Vorteile wie geringere Anschaffungs- und Betriebskosten, konnte jedoch bisher nur wenige Unternehmen überzeugen. Das scheint sich allerdings mit der Krise und dem damit einhergehenden Sparzwang jetzt zu ändern. Nach einer Umfrage des Bitkom [1] unter seinen Mitgliedern wird der Markt für die schlanken Desktop-Ersatzgeräte dieses Jahr in Deutschland um 10 bis 15 Prozent zulegen. Damit steht dieser Bereich im Vergleich zum Gesamtmarkt für IT-Hardware, für den ein Minus von 7 Prozent prognostiziert wird, glänzend da. Nachdem im vergangenen Jahr rund 80 Millionen Euro mit Thin-Clients umgesetzt wurden, rechnet der Bitkom für 2009 mit bis zu 92 Millionen Euro.

Weiter befeuert werden die Thin-Clients zudem durch die immer stärker verbreitete Nutzung der Virtualisierung in den Unternehmen. Die abgespeckten Desktop-Systeme beziehen dabei die komplette Arbeitsumgebung von einem Server. Dadurch ist es für Firmen einfacher, eine zentrale Datenhaltung, inklusive Backup und Virenschutz, vorzuhalten, ohne die Mitarbeiter allzu stark einzuschränken.

[1] http://www.bitkom.org/

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