Microsoft Geheimpapier: Windows 7 Upgrades ab 1. Juli
Laut einem angeblichen Microsoft-Dokument aus dem Internet soll ein Programm für OEM-Partner Endkunden ermöglichen, ab 1. Juli beim Rechnerkauf Gutscheine zum Umstieg auf Windows 7 zu erwerben. Ein Start des neuen Betriebssystems im dritten Quartal wird damit immer wahrscheinlicher.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Die Zeichen verdichten sich immer mehr, dass Windows 7 schon diesen Herbst in den Regalen stehen könnte
Die Web-Site Tech ARP hat sich angeblich originale und vertrauliche Microsoft-Dokumente [1] aus irgendwelchen dunklen Quellen besorgt. Falls die Informationen der Papiere korrekt sind, plant Microsoft für seine Partner ein Windows 7 Upgrade Program, auch bekannt als Windows 7 Technical Guarantee Program. Dieses Programm soll es Endkunden ermöglichen, ein kostenloses Upgrade auf Windows 7 zu erwerben, wenn sie ab 1. Juli einen PC mit vorinstalliertem Vista kaufen. Upgrade-fähig sind laut diesen Plänen die Versionen Windows Vista Home Premium, Windows Vista Business, Windows Vista Ultimate. Das Upgrade erfolgt von Vista Business zu Windows 7 Professional, bei den Consumer-Varianten zu ihren jeweiligen Namensvettern. Die Teilnahme ist für die OEM-Hersteller allerdings freiwillig.
Angeblich soll das Programm am 1. Juli starten, was auch zum Ende der Downgrade-Frist auf XP Ende Juli passen würde und damit die Vermutungen um einen Verkaufsstart von Windows 7 im dritten Quartal weiter stützt. Die deutsche Version von Windows 7 soll laut den Dokumenten gleichzeitig mit der englischen an den Start gehen, während sich etwa die Rumänen ein Vierteljahr gedulden müssen. Microsoft bleibt einstweilen offiziell jedoch noch bei seiner Version von einem Verkaufsstart erst Anfang 2010. Dieses Datum gilt unter Experten inzwischen aber als völlig unwahrscheinlich, die meisten rechnen mit der Erscheinung von Windows 7 auf jeden Fall noch in 2009.
Klage gegen Gebühren auf XP-Downgrade
Gleichzeitig hat in den USA eine Computer-Nutzerin Klage gegen Microsoft eingereicht, da sie die Downgrade-Gebühr [2] von Vista auf den Vorgänger XP nicht für rechtens hält. Dass sie dabei direkt Microsoft, und nicht ihren die Gebühr erhebenden PC-Hersteller Lenovo verklagt hat, begründet die Klägerin folgendermaßen: Der Softwarehersteller Microsoft habe seine Marktmacht missbraucht und OEM-Firmen, Internet-Service-Provider und andere Unternehmen gezwungen, für ein Downgrades von Vista auf XP Sonderzahlungen zu verlangen. Dies sei geschehen, um Vista auf dem Markt durchzusetzen und damit die Vormachtstellung von Microsoft auf Jahre hinaus zu sichern. In der Klageschrift argumentiert die Computernutzerin, dass ein Drittel aller Rechner mit einem vorinstallierten Vista an Bord auf Windows XP »zurückgefahren« werden. Auch Hersteller, die die Downgrades anbieten bestätigen diese Zahl in etwa.
In Europa ist nach unseren Informationen keine vergleichbare Klage oder ein entsprechendes Verfahren der Europäische Kommission gegen Microsoft anhängig. Ein alter-neuer Streitpunkt zwischen der Kommission und Microsoft ist dagegen die Verknüpfung des Internet-Explorers mit Windows. Dagegen hat der norwegische Browser-Hersteller Opera Beschwerde in Brüssel eingereicht. Die Europäische Kommission hat im Januar Microsoft einen Bericht zukommen lassen, in dem sie die enge Verbindung von IE und Windows kritisiert. Der Softwarehersteller soll nun bis März dazu Stellung nehmen.
[1] http://www.microsoft.com/de/de/default.aspx
[2] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=210700102
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- 2. Seite: Klage gegen Gebühren auf XP-Downgrade
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