»Grüezi«, »Grias di« und »Servus« im Internet
Ein neuer Internetservice verspricht vor allem für Nordlichter, die ihren Sommerurlaub in den Alpen planen, einen echten Wissensgewinn: Mittels Audiosamples lassen sich jetzt mehr als 20 alpenländische Dialekte vergleichen.
Kommt man von der Waterkant in den Süden, klingt erst einmal jeder Dialekt gleich – und vor allem: gleich unverständlich. Dabei sind auch alpenländische Dialekte nicht abwegiger als beispielsweise Plattdeutsch. Doch gibt es in Bayern, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz eine Vielzahl regionaler Sprachvarianten. Der Pflege dieser Dialektformen hat sich die Arbeitsgemeinschaft Alpenländer (ArgeAlp) verschrieben. Auf einer Webseite [1] präsentiert der Zusammenschluss von zehn Bundesländern nun Beispiele für verschiedene Alpen-Dialekte. Während man sich in der Schweiz mit »Grüezi« begrüßt, heißt es in Bayern »Grias di« und in Österreich auch gerne einmal »Servus«.
»Wir haben rund 5.500 Begriffe, Redewendungen und Sätze gesammelt«, so der Salzburger Germanist Hannes Scheutz zu dem Projekt. Dabei sei die Dialektsammlung im Internet kein »sprachliches Kuriositätenkabinett«. »Vielmehr geht es darum, einer breiteren Öffentlichkeit die Bedeutung der sprachlichen Vielfalt und der kulturellen Wurzeln zugänglich zu machen.«
[1] http://www.argealp.org/fileadmin/www.argealp.org/atlas/data/atlas.html
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