Gartner prognostiziert Kostenexplosion in Rechenzentren
Die Analysten von sagen den Verantwortlichen von Rechenzentren für das kommende Jahr, unter anderem wegen der steigenden Energiekosten, eine regelrechte Kostenexplosion voraus. In vielen Unternehmen sind daher dringend Maßnahmen gefordert, um die Effizienz zu erhöhen und dieser Entwicklung entgegenzuwirken.
Zählte früher meist alleine die Rechenleistung, wird heute zunehmend die Energieeffizienz zu einer entscheidenden Größe im Rechenzentrum.
Glaubt man den Analysten von Gartner, steht Unternehmen mit eigenem Rechenzentrum und ihren Verantwortlichen ein schweres Jahr bevor. Insbesondere auf Unternehmen, die nicht bereits die Effizienz ihres Datacenters deutlich verbessert haben, müssen demnach mit »Herausforderungen« in einer neuen finanziellen Dimension rechnen. Hauptursache dafür sind laut Gartner die steigenden Energiekosten, in Deutschland erhöhen die meisten Anbieter erhöhen 2010 ihre Tarife neuerlich um etwa zehn Prozent. »Unter allen Kostenblöcken eines Datacenters ist Energie der am schnellsten wachsende«, bestätigt Rakesh Kumar, Vice President Research bei Gartner.
Obwohl diese Entwicklung steigender Energiepreise nicht ganz neu ist, haben es die meisten Firmen verpasst, angemessen darauf zu reagieren. Zwar ist der Wille oft durchaus vorhanden, allerdings fehlt es vielen Unternehmen beispielsweise an Verfahren, mit denen sich der Energiebedarf im eigenen Rechenzentrum genau ermitteln, aufschlüsseln und optimieren lässt. Ohne aussagekräftige Messungen sind die meisten Projekte zur Effizienzsteigerung jedoch von vorne herein zum scheitern verurteilt, können doch ihre erzielten Sparefekte nie quantifiziert und bewertet werden. »Den meisten IT-Managern ist nicht bewusst, dass sie alleine 400 Dollar an Energiekosten pro Jahr sparen können, wenn sie nur einen einzigen x86-Server weniger einsetzen.«, konstatiert Kumar.
- 1. Seite: Gartner prognostiziert Kostenexplosion in Rechenzentren
- 2. Seite: Vier zentrale Fragen gegen das Debakel
- 3. Seite: Messen ist das A und O
Die Leserkommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.
Tipp der Redaktion
COS-Vorstand Dirk Rahn tritt ab
Nach nur fünf Monaten verlässt der Vorstand des nach der Insolvenz neu aufgestellten Distributors COS das Unternehmen wieder. Als seine Nachfolgerin steht Mascha Speier, die als Prokuristin die Bereiche Finanzen und Controlling verantwortet, einem neu aufgestellten Management-Team vor.
MSH: Eigenmarke für braune und weiße Ware
Bislang war es nur ein Branchengerücht, dass Media Markt/Saturn eine Eigenmarke an den Start bringen wird. Jetzt steht fest: Es wird eigene Produkte für die Bereiche weiße und braune Ware geben. Im Laufe des Jahres geht die Eigenmarke an den Start. CRN erfuhr weitere Details aus unternehmensnahen Kreisen.
Darüber spricht die Branche
World Wide Was?
Mit witzigen Fragen und skurrilen Anekdoten aus der Web-Gründerzeit unterhält das Buch »World Wide Was?«.