Gartner prognostiziert Kostenexplosion in Rechenzentren
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Vier zentrale Fragen gegen das Debakel
Gartner sieht erheblichen Nachholbedarf bei den meisten Betreibern von Rechenzentren.
Gartner hat vier Fragen formuliert, auf die IT-Manager eine Antwort finden müssen, wenn sie 2010 kein Debakel erleben wollen.
1. Gibt es ein standardisiertes Verfahren, um die Kosten des Datacenter auf einzelne Faktoren herunterzubrechen?
Anwender sollten sich laut Gartner die Mühe machen, alle Kostenelemente zu definieren und aufzulisten, die im Zusammenhang mit dem Rechenzentrum eine Rolle spielen: etwa Sach- und Personalaufwendungen, die Kosten von Services, die für andere Abteilungen zu erbringen sind, et cetera.
2. Welche einfach umzusetzenden Kostensparmaßnahmen gibt es? Hier hat Gartner folgende Tipps auf Lager: • die Hardware standardisieren und konsolidieren. Nach Angaben von Gartner-Kunden verringert das die Zahl der eingesetzten Server um 5 bis 20 Prozent. Auf diese Taktik setzt übrigens auch Dell in seinen Rechenzentren und spart dadurch Millionen Dollar (siehe Beitrag unten unter Verwandte Artikel);
• die Zahl der Datacenter verringern;
• Energie- und Kühlkosten senken, etwa durch Anheben der Temperatur auf etwa 24 Grad, um die Kühlung zu entlasten, durch Einsatz von Umgebungsluft zum Kühlen statt Klimaanlagen sowie durch Verwendung von Server-gestützten Energiemanagement-Tools. Diese können Workload auf besonders energieeffiziente Server verlagern;
• Personalkosten senken; diesem machen bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten eines Rechenzentrums aus;
• Neuanschaffungen von Hardware hinausschieben, vor allem bei Server-Systemen. Diese, so Gartner, könnten über den Abschreibungszeitraum hinaus eingesetzt werden.
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