Sicherheit: Bedrohung durch Services:
Finjan sieht Trend zu »Crimeware as a Service«
Software as a Service (SaaS) ist einer der Megatrends in der IT-Industrie. Doch offenkundig haben auch Cyberkriminelle die Vorteile dieses Ansatzes entdeckt, so die IT-Sicherheitsfirma Finjan.
Laut Finjan [1] entwickeln sich derzeit im Markt »Crimeware-as-a-Service«-Geschäftsmodelle. Eine wachende Zahl von Online-Betrügern nutzt nach Erkenntnissen des Malicious Code Research Center der IT-Sicherheitsfirma Dienstleistungen von anderen Cyber-Gangstern, statt selbst Schadcode zu programmieren.
Für Angreifer hat CaaS neben der Zeitersparnis weitere Vorteile. Sie müssen beispielsweise keine eigenen Server aufsetzen, von denen aus sie Web-Seiten mit Schadcode verseuchen oder E-Mails mit Schadprogrammen versenden.
Das Exploit-Toolkit Neosploit wird mit einer Admin-Konsole ausgeliefert.
Zudem ist es für die Polizei schwieriger, einen Online-Betrüger zu fassen, der »nur« einen Service nutzt, aber nicht die dafür notwendige Infrastruktur besitzt. Noch komplizierter wird es, wenn die Attacke von einer Person in einem Land ausgeht, diese jedoch die Infrastruktur eines Dienstleisters in einem anderen Land nutzt.
Serviceleistungen inklusive
Crimeware-Service-Provider bieten ihren Kunden laut Finjan vergleichbare Dienstleistungen wie seriöse Firmen: Angriffssoftware neuester Prägung, Update- und Patch-Services und Werkzeuge für das Management und Monitoring von Cyber-Attacken.
Hinzu kommt, dass CaaS-Anbieter dazu übergehen, Schadsoftware zu produzieren, die auf einzelne geografische Regionen abgestimmt ist. Es finde eine Lokalisierung von solchen »Produkten« statt, so Finjan.
Das Toolkit »Neosploit« etwa ist in unterschiedlichen Sprachversionen erhältlich. Der »Anwender« erhält zudem eine Admin-Konsole. Über sie kann er den Einsatz der Schadsoftware steuern und Auswertungen fahren, etwa wie viele Internet-User bereits verseuchte Web-Seiten besucht haben und ihre Rechner damit Angriffen offen stehen.
Die Mitglieder der Online-Schattenwirtschaft sind laut Finjan mittlerweile sogar dazu übergegangen, den Absatz ihrer Produkte mithilfe von verkaufsfördernden Maßnahmen wie Werbung und Marketing zu fördern – wie im »richtigen Leben«.
[1] http://www.finjan.com/
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Apple: Online-Verkaufsverbot für iPhone und iPad
Im Patentstreit zwischen Motorola und Apple hat das Landgericht Mannheim heute ein überraschend klares Urteil gegen Apple gefällt: Das Unternehmen muss einige Produkte wie iPads mit 3G-Funkmodul sowie die meisten iPhone-Modelle aus seinem Onlineshop entfernen.
Notebooksbilliger.de eröffnet neuen Shop
Der Etailer startet mit einem neuen Online-Shop: www.nullprozentshop.de bietet ITK-Produkte mit einer Null-Prozent-Finanzierung an. Zum Start gibt es einige Knaller-Angebote.
