E-Mail-Sicherheit:
Aprilscherz mit unerwünschten Nebenwirkungen

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

01.04.2008

Einen Aprilscherz der besonderen Art haben sich Spam-Versender ausgedacht: Sie wollen E-Mail-User zum Herunterladen von Trojanern verlocken.

Eleven [1], Anbieter von gemanagten E-Mail-Sicherheitsdiensten aus Berlin, warnt vor einem üblen Aprilscherz. Der Service-Provider entdeckte heute (1. April) eine neue Spam-Welle. Sie gleicht derjenigen, die bereits im Februar am Valentinstag E-Mail-Postfächer mit unerwünschten Nachrichten beglückte.

Laut Eleven enthalten die Nachrichten Texte mit dem Hinweis auf den 1. April, etwa »Happy April Fool’s Day«. In der Mail befindet sich ein Link, der aus einer IP-Adresse besteht. Wer darauf klickt, startet das Herunterladen von Dateien, die Schadsoftware enthalten. Es handelt sich um Files wie »kickme.exe« oder »foolsday.exe«.

Die Funktionsweise von Elevens Anti-Spam-Service Expurgate.

Die IT-Sicherheitsfirma Avira [2] hat diese Dateien als Trojaner identifiziert. Empfänger solcher Nachrichten sollten daher keinesfalls den Link beziehungsweise die heruntergeladene ausführbare Datei öffnen.

Eleven bietet mit »Expurgate« einen Managed-Security-Service an, der Spam- und Phishing-Mails ausfiltert. Nach Angaben des Anbieters unterscheidet der Dienst zwischen individuellen Nachrichten und Massen-Mails. Derzeit nutzen laut Eleven rund 25.000 Firmen Expurgate. Dazu gehören BMW, T-Online, Vodafone, RTL und der Service-Provider Freenet.

[1] http://www.eleven.de/
[2] http://www.avira.de/

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