Outsourcer leben immer gefährlicher

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Dr. Jakob Jung

02.03.2009

Einfach die IT an billige Standorte outzusourcen, birgt mitunter erhebliche Risiken für Mitarbeiter und Daten. Denn viele Städte bieten sich zwar an, bekommen aber Infrastruktur und Verbrechen nicht in den Griff.

In manchen Städten sind neben den Daten auch die Mitarbeiter gefährdet

Die Risiken für Outsourcing sind in diesem Jahr erheblich größer geworden, berichtet Outsourcing-Guru Doug Wilson in seinem Report 2009: The Year of Outsourcing Dangerously [1]. Zwar planen viele Unternehmen für das laufende Jahr Outsourcingprojekte, aber die CIOs bewerteten dabei nunmehr die Outsourcing-Standorte erheblich kritischer als noch vor einem Jahr und fragen auch nach Sicherheit und Stabilität der Angebote. Und da gibt es besonders in den Billigländern erhebliche Defizite, die immer mehr Verantwortliche abschreckt.

So hat etwa der einstige Outsourcing-Musterkandidat Indien durch die Terroranschläge von Bombay und den Satyam-Skandal merklich an Attraktivität verloren. Auch die dortigen Infrastruktur-Probleme werden nicht kleiner, da die Behörden zu wenig tun, um hier Besserung zu schaffen. Aber auch Alternativstandorte wie Südafrika, Kolumbien, Malaysia, Thailand und Mexico bekommen ihre Probleme nicht in den Griff. Besser sieht es dagegen bei Near-Shoring, etwa nach Polen und in die Tschechische Republik, aus.

Die fünf gefährlichsten Städte für Outsourcing

Bogota kann Brown nur bedingt empfehlen

Die fünf gefährlichsten Outsourcing-Standorte der Welt sind laut Brown:

1. Bogota, Kolumbien
2. Bangkok, Thailand
3. Johannesburg, Südafrika
4. Kuala Lumpur, Malaysia
5. Kingston, Jamaica

Hier sind überall hohe Verbrechensraten, Korruption, aber auch ungesicherte Netzwerk- und Telekommunikationsverbindungen ein Problem.

Laut den Ergebnissen der Studie »Erfolgsmodelle im Outsourcing« von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit InformationWeek [2] und dem ImWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung, ist der Kostendruck durch die Krise der Hauptgrund für steigendes Interesse an Outsourcing. Aber auch die Möglichkeit, sich dadurch auf die besser auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können, ist für 42 Prozent der Unternehmen ein wichtiges Argument. Auch die Professionalität und das Fachwissen der Dienstleister werden geschätzt.

[1] http://theblackbookofoutsourcing.com/docs/2009%20Year%20of%20Outsourcing%20Dangerously.pdf
[2] http://informationweek.de/showArticle.jhtml?articleID=212500861

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