IBM: Mit steigendem Nettogewinn durch die Krise

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Dr. Jakob Jung

21.01.2009

Während die Krise die meisten IT-Unternehmen voll erwischt hat, zeigt sich IBM weiterhin relativ unbeeindruckt: Zwar musste auch »big blue« Einbußen beim Umsatz hinnehmen, gleichzeitig konnte man jedoch beim Nettogewinn zweistellig zulegen.

Mark Loughridge zeigte sich äußerst zufrieden mit dem vergangenen Quartal

Auch IBM [1] kommt nicht ganz am derzeitigen Abschwung vorbei und hat im vierten Quartal 2008 nur noch einen Umsatz von 27 Milliarden Dollar erzielt, was sechs Prozent weniger als im Vorjahr entspricht. In EMEA war der Rückgang mit rund 12 Prozent sogar doppelt so hoch. Dafür stieg jedoch der Nettogewinn um zwölf Prozent auf 4,42 Milliarden Dollar. In Deutschland konnte IBM dabei mit einem Umsatzwachstum um sieben Prozent (konstanter Wechselkurs) sogar das stärkste Wachstum unter den großen Industrieländern erzielen. Finanzchef Mark Loughridge sprach bei der Vorstellung der Zahlen entgegen der allgemeinen Krisenstimmung sogar von einem sehr starken Quartal.

Erfolge hat IBM in erster Linie bei Services und Software (insbesondere Information Management) gefeiert, außerdem setzt man verstärkt auf margenstarke Geschäfte. Die Zukäufe von Telelogic und Cognos haben die Marktführerschaft bei Middleware ausgebaut, so Loughridge. Die Bruttomarge bei der Software beträgt 85,4 Prozent.

Etwas finsterer sieht es hingegen bei der Hardware aus, sie hat gerade einmal neun Prozent zum Nettogewinn beigetragen. Der Hardware-Umsatz der Bereiches Systems & Technology ging um 20 Prozent zurück. Bei x86-Servern und Blades hat IBM mit einem Umsatzrückgang um 32 Prozent einen harten Rückschlag hinnehmen müssen.

Dafür hat IBM große Erfolge beim Outsourcing gefeiert. IBM hat im abgelaufenen Quartal Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die zu einer Einsparungen von einer Milliarde Dollar geführt haben. Loughridge kündigte an, diese Restrukturierung in diesem Jahr fortzuführen, traf aber keine Aussage, was dies bezüglich der Arbeitsplätze bedeutet.

[1] http://www.ibm.com/de/de/

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