EU-Initiative »RFID in Europe« vorgestellt

von Dr. Jakob Jung

05.03.2009

Auf der CeBIT in Hannover ist die EU-Initiative RFID in Europe präsentiert worden. Die Europäische Kommission fördert dabei 25 RFID-Institutionen aus 17 Mitgliedstaaten.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Auch im Gesundheitswesen können sich die RFID-Chips immer mehr durchsetzen

Dem deutschen Informationsforum RFID wurde in Rahmen der EU-Initiative RFID in Europe [1] die Leitung des Arbeitspaketes Public Awareness übertragen, das sich mit der Entwicklung eines Modells einer einheitlichen RFID- Kennzeichnung, Aufklärungskampagnen zu RFID einschließlich des Austausches von Best Practice Beispielen, sowie der externen Kommunikation und Einbindung relevanter Stakeholder zum Thema Akzeptanz befassen wird. Dr. Andrea Huber, Geschäftsführerin des Informationsforum RFID: »Wir sind zuversichtlich, dass diese Arbeit einen wichtigen Beitrag zu einer weiter verbesserten Akzeptanz für die RFID-Technologie auch in Deutschland leisten wird.« Das Informationsforum halte die Initiative für einen sehr wichtigen Ansatz, um durch eine institutionalisierte, länderübergreifende Zusammenarbeit von RFID-Spezialisten ein Experten-Netzwerk zu schaffen, das dazu beitragen könne, die führende Rolle von Europa im Bereich RFID zu festigen und weiter auszubauen, so Huber.

Zum Start des Netzwerks RFID in Europe erklärte EU-Kommissarin Viviane Reding, dass sie davon ausgeht, dass RFID künftig mit vielen Anwendungen sowohl wirtschaftliches Wachstum fördern als auch soziale Bedürfnisse abdecken werde. RFID schaffe die Grundlage für ein besseres und sichereres Gesundheitswesen, ein erheblich verbessertes Supply Chain Management sowie ein kostengünstiges Umweltmonitoring für eine saubere und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Zukunft.

proaktiven Ansatz für Europa gefordert

Reding sprach sich für einen proaktiven Ansatz für Europa aus, um von den Vorteilen der RFID-Technologie zu profitieren, und stellte heraus, dass die EU-Kommission für Bürger, Verbraucher und Unternehmen Wahlmöglichkeiten, Transparenz und Kontrollmöglichkeiten im Thema RFID fördern wolle.

Neben dem Thema Public Awareness wird es im Rahmen des Projektes Arbeitspakete zur Analyse der Technologieentwicklung, zur Unterstützung von Pilotprojekten, zum Abbau von Marktzutrittschranken insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, zur Vernetzung der existierenden europäischen Standardisierungsinitiativen und zur möglichen Vernetzung mit RFID-Regulierungsinitiativen in anderen Regionen geben.

[1] http://www.info-rfid.de/