Canon: Unternehmensbereiche rücken zusammen
Canon plant, die beiden Säulen des Unternehmens CCI und CBS enger zusammenzuführen. Für die Partner wird es so leichter auf das gesamte Portfolio zuzugreifen. Gemeinsam mit den Resellern will der Händler zudem das Lösungsgeschäft voranbringen.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Reinhrad Moser ist davon überzeugt, dass die Partner von einer einheitlicheren Canon profitieren
Unter dem Motto »One Canon [1]« werden Canon Consumer Imaging (CCI) und Canon Business Solutions (CBS) näher zusammenrücken. Bislang waren die beiden Geschäftsbereiche streng voneinander getrennt. In der CCI sind alle Consumer orientierten Produkte wie der gesamte Foto- oder Videobereich aufgehängt. Aber auch Projektoren, Scanner oder Drucker, die sich an Endkunden richten fallen in die CCI-Organisation. Druck- und Kopiersysteme, Large-Format-Drucker oder Dokumentenscanner fallen unter anderem in die CBS. Die scharfe Unterteilung im Portfolio nachzuvollziehen, war für Kunden und Fachhandelspartner von Canon bislang immer eine Aufgabe. Welcher Ansprechpartner ist für welches Portfolio zuständig? Bei wem muss man als Kunde oder Händler im Garantiefall anrufen?
Fragen, die für einen Canon Mitarbeiter leicht zu beantworten sind. Doch ein Kunde legt keinen Wert darauf, sich nicht mit organisatorischen Fragen eines Herstellers auseinandersetzen, um herauszufinden, auf welchem Weg er das Unternehmen kontaktieren soll. Wie Canon-Channelchef Reinhard Moser im Exklusiv-Gespräch mit Computer Reseller News ausführt, ist sich Canon dieser Problematik bewusst. Deshalb soll die Trennung zwischen den beiden Einheiten »aufgeweicht« werden.
Pre-Delivery-Installationen helfen Partnern
Was das in Zukunft genau bedeuten wird, dazu kann Moser zu diesem Zeitpunkt noch nichts sagen. Er ist sich jedoch sicher, dass auch die Fachhandelspartner von einer einheitlicheren Canon profitieren werden. »Den Händlern wird es dadurch einfacher gemacht, an die gesamte Produktpalette heranzukommen«, erläutert Moser. Ebenfalls dem Channel entgegen kommt Canon mit den neuen Pre-Delivery-Services, die der Hersteller seit Oktober anbietet.
Bei der Pre-Delivery-Installation wird die Vorinstallation von Multifunktionsdruckern mit allen gewünschten Optionen direkt bei der Canon Giessen GmbH vorgenommen. So erhält der Partner ein nach den Kunden-Wünschen komplett vorinstalliertes System, das mit wenig Aufwand aufgestellt werden kann (CRN berichtete). Laut Moser adressiert der Service weniger große Partner, die über eine eigene umfangreiche Service-Mannschaft verfügen. Gerade kleinere Partner können jedoch von der Vor-Installation profitieren und nach Ansicht von Moser ihr Wachstum beschleunigen. Gelingt es einem Händler beispielsweise einen großen Auftrag zu gewinnen, den er aus eigener Kraft nicht stemmen könnte, macht es der Service möglich: Canon übernimmt nicht nur die Vorinstallation, sondern auch Lagerung, Lieferung sowie das Auspacken der Maschinen und die Entsorgung.
So wird laut Moser die Reaktionszeit des Resellers erhöht, ohne dass er neue Mitarbeiter einstellen muss. Einen weiteren Wachstumstreiber macht Moser im Lösungsgeschäft aus. »Das größte Problem in unserer Branche ist der Preisverfall«, erklärt der Canon-Manager. Vor allem bei den Großkunden sei der Preisdruck immens. Dagegen spiele Preis im Lösungsgeschäft nicht eine kleinere Rolle, führt Moser aus.
[1] http://www.canon.de
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