Windows 7 kommt im vierten Quartal

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Dr. Jakob Jung

12.05.2009

Nachdem man sich monatelang um eine klare Aussage gedrückt hatte, hat Microsoft jetzt erstmals ein konkretes Erscheinungsdatum für das neue Betriebssystem Windows 7 genannt. Der allgemeine Verkaufsstart soll demnach bereits im vierten Quartal sein, der Release to Manufacturing, also die Freigabe für die PC-Hersteller, sogar schon im August.

Nach langem Zögern bestätigt: Windows 7 kommt noch vor Jahresende

Seit Monaten schwelt die Gerüchteküche, wann Microsoft [1] sein neues Betriebssystem Windows 7 auf den Markt bringt. Klar war dabei bisher lediglich, dass dies entgegen der Aussagen Microsofts noch vor dem offiziell genannten Termin Anfang 2010 so weit sein wird. Doch jetzt hat man auf der Entwicklerkonferenz Tech-Ed Nägel mit Köpfen gemacht. Microsoft Senior Vice President Bill Veghte, der sich noch vor wenigen Wochen auf kein konkretes Erscheinungsdatum für Windows 7 festlegen wollte, hat jetzt offiziell bekannt gegeben, dass das neue Betriebssystem im vierten Quartal erscheinen wird. Außerdem wurde bestätigt, dass das Release to Manufacturing, also die Freigabe für die PC-Hersteller, schon in drei Monaten, also im August, erfolgen soll. Das gelte allerdings nur unter der Maßgabe, dass die weiteren Erfahrungen mit dem seit letzter Woche verfügbaren Release Candidate (RC) positiv ausfallen.

Diese vorsichtigen Töne sind wohl weniger mangelndem Vertrauen in Windows 7 geschuldet, als negativen Erfahrungen bei der Einführung des Vorgängers. Beim letzten Produktlaunch eines Betriebssystems hatte Microsoft seine eigenen Vorgaben nicht einhalten können und Vista erst im Januar statt wie angekündigt im vierten Quartal auf den Markt gebracht. Die Chancen stehen aber gut, dass Microsoft eine ähnliche Blamage diesmal erspart bleibt.

Server 2008 R2 kommt gleichzeitig

Gleichzeitig mit Windows 7 soll auch der Windows Server 2008 R2 erscheinen. Für Systemhäuser besonders interessant ist dessen neue Funktionalität Live Migration für Virtualisierungstechnologien, mit der Kunden virtuelle Maschinen ohne Ausfall der Verfügbarkeit von einem Host zum anderen umziehen können.

Ebenfalls für die zweite Jahreshälfte ist der SQL Server 2008 R2 angekündigt (bisher unter dem Codenamen »Kilimanjaro« bekannt), der vor allem bessere Fähigkeiten für Business Intelligence aufweisen soll.

[1] http://www.microsoft.com/de/de/default.aspx

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