Gartner: Weltweiter IT-Markt bricht um sechs Prozent ein
Das Marktforschungsinstitut Gartner hat seine Prognose für den IT-Markt nach unten korrigiert: Demnach werden die weltweiten IT-Ausgaben in diesem Jahr um sechs Prozent sinken. Vor allem Services und Telekommunikation sind stärker vom Abschwung betroffen, als die Analysten ursprünglich erwartet haben.
Die weltweiten IT-Ausgaben werden in diesem Jahr nur noch ein Volumen von 3,2 Billion Dollar erreichen. Mit dieser Prognose reduziert das US-Marktforschungsinstitut Gartner [1] seine Erwartungen für 2009: Die Zahl bedeutet gegenüber dem Marktvolumen von 3,4 Billionen Dollar aus dem Jahr 2008 einen Rückgang um sechs Prozent. Im März waren die Analysten für 2009 noch von einem Rückgang des weltweiten IT-Markts um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausgegangen. »Während der weltweite wirtschaftliche Abschwung Zeichen einer Besserung zeigt, werden die IT-Budgets für das laufende Jahr weiter gekürzt und Konsumenten müssen viel stärker überzeugt werden, bis sie die Kontrolle über ihre Finanzen lockern«, sagt Richard Gordon, Research Vice President und Head of Global Forecasting bei Gartner.
Neu ist das Phänomen, dass Gartner jetzt für alle vier Kernsegmente des IT-Markts - Hardware, Software, Services und Telekommunikation – mit sinkenden Erlösen rechnet. Selbst nach dem Platzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2001 gab es keine solche, alle Segmente erfassende Schwäche des Markts. Den stärksten Rückgang prognostiziert Gartner bei den weltweiten Hardware-Ausgaben, die um 16,3 Prozent einbrechen. Vergleichsweise glimpflich ergeht es dem Software-Markt. Dessen Volumen verringert sich nur um 1,6 Prozent.
Dabei nahm Gartner gegenüber der März-Prognose nur geringe Korrekturen für Hardware und Software vor. Vielmehr reduzierten die Analysten ihre Erwartungen vor allem für die beiden anderen Kernsegmente:
»Die Auswirkungen der weltweiten Rezession auf den IT-Services- und den Telekommunikations-Sektor zeichnen sich zunehmend stärker ab, so dass sich die Wachstumsprognose in diesen Bereichen signifikant verringert hat«, erläutert Gordon. Außerdem habe die Aufwertung des Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen einen Einfluss auf die Prognose und führe zu einem niedrigeren Forecast.
[1] http://www.gartner.com
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