Microsoft will Partnerprogramm tiefgreifend verändern
Microsoft hat auf seiner Partnerveranstaltung in Houston massive Veränderungen im Partnerprogramm angekündigt. In Deutschland müssen sich demnach rund 2.300 Certified und Gold Certified Partner auf neue Zertifizierungsstufen einstellen. Microsoft will vor allem die Wettbewerbsfähigkeit der Partner und die Aussagekraft der Zertifizierungen erhöhen.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Microsofts Channel-Chefin Allison Watson
Das Microsoft [1] Partnerprogramm, wie es die rund 2.300 Certified und Gold Certified Partner in Deutschland kennen, soll es laut Channel-Chefin Allison Watson 2010 nicht mehr geben. In 12 bis 18 Monaten soll das Programm zwar nicht revolutioniert werden, aber eine gravierende Evolution durchlaufen, wie Watson in ihrer Keynote in Houston erläutert. Unter dem internen Arbeitstitel »good, better, best« plant das Unternehmen, die bisherigen Zertifizierungsstufen Certified und Gold Certified aufzuheben.
In Deutschland wären davon rund 2.300 Partner betroffen. »Es wird massive Veränderungen geben«, bestätigt Wolfgang Brehm, Direktor Partner Program & Sales Group bei Microsoft Deutschland. Ziel sei es, die Kompetenzen und Spezialisierungen der Partner stärker hervorzuheben und dem Endkunden deutlicher zu machen. »Für Kunden ist es im Moment nicht möglich, aus unserer Partnerlandschaft den besten Spezialisten für ein Thema zu identifizieren«, begründet Brehm die Veränderungen. »Selbst wir können das nicht auf den ersten Blick.«
Differenziertere Zertifizierungen
Microsofts weltweite Partnerkonferenz findet derzeit im texaniscehn Houston statt
Microsoft plant, künftig Zertifizierungen in den jeweiligen Kompetenzen zu vergeben. Damit ist es dann möglich, dass ein Partner gleichzeitig ein »good«-Partner in Office und ein »best«-Partner in Dynamics Navision ist. Mit der differenzierten Aussagekraft will das Unternehmen die Transparenz im Markt und die Entscheidungsfindung für Kunden erleichtern und schlussendlich die Wettbewerbsfähigkeit der Partner.
Neben den bisherigen Kennzahlen für die Einstufung im Partnerprogramm wie Umsatz oder Anzahl der zertifizierten Mitarbeiter soll künftig die Endkundenzufriedenheit stärker in die Bewertung einfließen. Bewertungen oder Erfahrungsberichte von Kunden sollen sowohl in die interne Bewertung der Partner einfließen als auch für interessierte Unternehmen öffentlich sichtbar gemacht werden.
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