Stillgelegte Töchter belasten das Ergebnis:
Also behauptet sich im Distributionsmarkt
Der Also-Konzern konnte 2008 zwar beim Umsatz zulegen, musste aber beim Ergebnis nach Steuern einen Verlust von 7,5 Millionen Euro verbuchen. Hauptursache waren stillgelegte Tochtergesellschaften. Dagegen entwickelten sich die Distributionsumsätze in Deutschland und der Schweiz mit 2,1 Milliarden Euro positiv.
Die stillgelegten Tochtergesellschaften in Schweden und Polen haben sich im zurückliegenden Geschäftsjahr 2008 negativ auf das Ergebnis des Also-Konzerns niedergeschlagen. Sie drückten das Ergebnis auf umgerechnet minus 23 Millionen Euro. Insgesamt weist der Konzern – nach einem Umsatzzuwachs von etwa fünf Prozent auf rund 3,3 Milliarden Euro – einen Verlust nach Steuern von 7,5 Millionen Euro aus. Laut Verwaltungsratspräsident Thomas C. Weissmann werde deshalb die Generalversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2008 auf eine Dividendenzahlung zu verzichten.
Trotz »äußerst schwierigem Umfeld« hat Also mit seinen Distributionstöchtern in der Schweiz, in Finnland und den baltischen Staaten die Marktposition weiter gefestigt. In Deutschland und Norwegen hätte der Grossist, so Weissmann, weitere Marktanteile gewinnen können. Bezeichnend sei aber, dass trotz deutlich höherer Absatzzahlen wertmäßig kaum Wachstum verzeichnet wurde. Das ist »eine Folge des verschärften Preiskampfes und der reduzierten Bruttomarge «. In der Region Schweiz und Deutschland konnte der Konzern immerhin ein Umsatzplus von zwölf Prozent auf knapp 2,1 Milliarden Euro verbuchen. Allerdings liege der Betriebsgewinn aufgrund des verschärften Wettbewerbs leicht unter Vorjahreswert, wobei die deutsche Tochter bei einem zweistelligen Umsatzplus einen Betriebsgewinn auf Vorjahresniveau auswies.
In den nordischen Märkten (Finnland und Norwegen) sowie den baltischen Staaten setzte der Konzern 1,16 Milliarden Euro um. Während in Finnland und Norwegen der Stückzahlumsatz um zehn bis 15 Prozent wuchs, ging die Nachfrage in den baltischen Staaten rezessionsbedingt zurück.
Weissmann befürchtet, dass aufgrund der Finanzkrise das Wirtschaftswachstum 2009 im gesamten Europaraum und damit auch die Nachfrage nach ITProdukten zurückgeht. Realistisch sehe er bis zur ersten Jahreshälfte 2010 kaum eine wesentliche Erholung. Trotzdem geht er davon aus, dass im laufenden Geschäftsjahr der Konzernumsatz vier Milliarden Schweizer Franken erreichen könne und unterm Strich auch wieder ein Konzerngewinn übrig bleibe.
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