SAP: Apotheker kündigt einheitliche Oberfläche an

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Dr. Jakob Jung

16.10.2008

Auf der SAP-Tech-ED in Berlin hat Co-CEO Leo Apotheker angekündigt, die Benutzerfreundlichkeit seiner Produkte zu verbessern. Dazu sollen die Produkte unter anderem mit einer einheitlichen Benutzeroberfläche für alle Systeme und Geräte ausgestattet werden.

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SAP Co-CEO Leo Apotheker gelobt Besserung in Sachen Benutzerfreundlichkeit

Durch die Krise gebeutelt, sucht SAP [1] derzeit nach Lösungen für eine gesicherte Zukunft. Neben dem Sparprogramm mit Zwangsurlaub sollen dazu auch die Produkte überarbeitet und verbessert werden. Wichtigster Ansatzpunkt ist dabei die Handhabung der Software-Lösungen: Denn bisher gelten Benutzerfreundlichkeit und SAP gemeinhin eher als Gegensätze, denn als Paar. Das soll sich nun allerdings grundlegend ändern, kündigt zumindest Co-CEO Leo Apotheker an. Eine einheitliche Benutzeroberfläche nicht nur auf PCs, sondern auch auf Mobilgeräten wie Blackberrys, soll die Arbeit mit SAP-Lösungen für die Kunden künftig wesentlich vereinfachen.

Auch das Roll-Out der Suite und die Updates sollen mittels des Enhancement Packs, das zweimal pro Jahr verschickt wird, wesentlich vereinfacht werden. »Thyssen-Krupp hat uns berichtet, die Implementierung eines Enhancements Packs sei einfacher als die eines simplen Updates«, sieht sich Apotheker auf diesem Kurs bestätigt.

Auf der Partner-Seite will SAP stärker die Synergien mit Adobe, vor allem bei Flash-Anwendungen und PDF-Formularen, nutzen.

Wenig Verständnis für Anwenderkritik

Im Bezug auf die harsche Kritik der Anwender am neuen Einheits-Tarif Enterprise Support zeigt Apotheker allerdings weiterhin wenig Verständnis und hält dagegen: »Allein unsere verbesserten Support-Angebote sind mehr wert, als die höheren Preise, die wir verlangen«. Die Arbeitsgruppe SAP-Wartung des IT Forums Seestern [2] hatte SAP wegen der oktroierten Umstellung einen »Vertrauensbruch« vorgeworfen und kritisiert, der erzwungene Einheitstarif sei insbesondere für Mittelständler wenig attraktiv und zu teuer. Ähnlich hatte auch die Deutschsprachige SAP Anwendergemeinschaft (DSAG [3]) reagiert und befürchtet »Für den Großteil der mittelständischen Unternehmen könnte der Enterprise Support überdimensioniert sein.«

[1] http://www.sap.com/germany/index.epx
[2] http://www.seestern-forum.de/
[3] http://www.dsag.de/

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