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27.11.2009

CeBIT lockt die Musikwelt an

von Samba Schulte

Keine Sounds ohne IT: Auf der CeBIT 2010 widmet sich der neu geschaffene Messebereich »CeBIT Sounds« dem Trendbereich Musik und Digitale Technik. Die Deutsche Messe AG möchte mit dem neuen Ausstellungsschwerpunkt nach der diesjährigen Absage der Popkomm-Messe gleichermaßen Musikfans, Harware-/Software-Produzenten für das Musik-Business und Internet-Anbieter nach Hannover anlocken.

Die digitale Technik revolutioniert das Musikgeschäft. Nicht nur auf der Produktionsseite, wo komplexe und teure Harware- und Software-Lösungen zum Einsatz kommen, sondern auch im Vertrieb der Musikinhalte über den Vertriebskanal Internet. Die Plattenindustrie muss ihre Pfründe zunehmend mit cleveren Internet-Vermarktern teilen. Die Popkomm-Messe, wichtigster Treffpunkt der Musikszene im deutschsprachigen Raum, fiel in diesem Jahr sogar aus: Als Grund für die Absage nannte man den anhaltenden Diebstahl geistigen Eigentums im Internet sowie die damit verbundenen Umsatzausfälle der Branchenteilnehmer.

Aus Messeveranstaltersicht der richtige Zeitpunkt also für die CeBIT das neue Themenfeld »Musik und IT« zu etablieren. »Der Zeitpunkt für den Start einer solchen innovativen, interdisziplinären Musikmesse ist günstig, da die Unternehmen der digitalen Wertschöpfungskette der Musikbranche eine neuen Messeplattform suchen«, sagt Ernst Raue, Vorstand bei der Deutschen Messe AG. Dabei setzt Messeveranstalter sicher auch auf die Sogwirkung der Starauftritte, die mehr Messebesucher anlocken sollen. Geplant sind im Rahmen des »Indoor Music Business Fstivals« tägliche stattfindende Live-Acts, mit einem versprochenen Auftritts-Highlight für den Messe-Samstag.

Vor allem macht der neue Themenschwerpunkt auf der IT-Leitmesse aber Sinn, weil er die zunehmende Digitalisierung der Musik besser dokumentieren kann, als ein reiner Musikanten-Treff: Anders als die Popkomm könnte die CeBIT Sounds als Ausstellung tatsächlich Geschäftsmöglichkeiten für IT-Anbieter und Innovationen für Anwender aufzeigen. Neben Platten-Labels sollen deshalb vor allem auch Hardware- und Software-Produzenten sowie Internet-Unternehmen einen Messeplatz erhalten. High-end-Rechner für den Studiobetrieb und Sounddesign, Software für die professionelle Musikproduktion und auch Consumer-Lösungen sowie Geschäftsmodelle für die Online-Vermarktung sollen im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. »Die Maßnahmen und der Content in Verbindung mit den Playern sind ein Geschäftsmodell, auf das ich lange gewartet habe«, lobt Henning Wehland, Mitglied der Band »Söhne Mannheims« und des CeBIT Sounds-Gründungskuratoriums, das Konzept.

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