Maxdata stellt Insolvenzantrag

von Martin Fryba (martin.fryba@crn.de)

25.06.2008

Der Marler PC- und Monitorhersteller Maxdata ist zahlungsunfähig und hat einen Insolvenzantrag gestellt. Auch viele Landesgesellschaften folgten diesem Schritt. Die Rettung der Arbeitsplätze ist ungewiss.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Maxdata-Chef Thomas Stiegler: Preisdruck und hohe Verluste

Der Computerhersteller Maxdata hat heute wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Insolvenzeröffnung beim Amtsgericht Essen gestellt. Maxdata ist es nicht gelungen, mit einem Restrukturierungsplan und einer neuen Produktoffensive die seit Jahren sinkenden Erlöse und hohe Verluste zu stoppen. Zuletzt waren die Verluste im ersten Quartal 2008 stark gestiegen.

Außer in der Schweiz und den Niederlanden haben auch alle anderen ausländischen Landesgesellschaften einen Insolvenzantrag gestellt. Vorstandschef Thomas Stiegler will nun mit Hilfe des Insolvenzverwalters »so viele Arbeitsplätze wie möglich sichern und die beiden Marken Maxdata und Belinea erhalten«.

Probleme bei Monitoren und Servern

Maxdata hat zuletzt die bekannte Monitormarke Belinea als neue Notebookreihe im Markt vorgestellt und damit den Absatz tragbarer PCs deutlich steigern können. Allerdings ausgehend von einer sehr niedrigen Stückzahl.

Aber die Top-Monitormarke in Deutschland, Belinea, zeigte Schwächen. Im ersten Quartal 2008 fiel der Absatz um 11 Prozent. Auch bei Servern hat Maxdata einen Rückgang der Stückzahlen um über 9 Prpzent verbuchen müssen.

Insgesamt fiel das erste Quartal 2008 sehr schlecht aus für Maxdata. Der Umsatz ging um fast 11 Prozent auf 102,3 Millionen zurück, der Ebit-Verlust kletterte auf 10,9 Millionen. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust 6,9 Millionen Euro betragen.