Kostenlose Kollaborations-Software für Open Office
Open Office erweitert als kleines Präsent zur CeBIT seine Office-Suite um das kostenlose Kollaborations-Tool »Teamdrive 2.0«. Es erlaubt verschiedenen Arbeitsgruppen den Zugriff und die Steuerung gemeinsamer Daten und Dokumente.
In einem Versionsbaum (unten) werden, je nach Bearbeitungszeitpunkt, die unterschiedlichen Ausgaben eines Dokuments aufgeführt
Pünktlich zur CeBIT erweitert Openoffice seine Office-Suite um ein kostenloses Kollaborations-Werkzeug. Mithilfe des Tools »Teamdrive 2.0« von Teamdrive Systems [1] können Mitglieder von Arbeitsgruppen, ähnlich wie bei Microsofts [2] »Groove« oder »Sharepoint«, sowohl über das Firmennetz, als auch von unterwegs über das Internet, auf einen gemeinsamen Bestand von Daten und Dokumenten zugreifen. Mit nur drei Mausklicks kann der Nutzer damit etwa einen Ordnerinhalt auf seinem PC oder Notebook in einen sicheren »Shared-Space« verwandeln und für andere User freigeben. Die Kollaborations-Software macht somit auch die gefürchteten Rund-Mails überflüssig, an die jeweils die neuesten Versionen von Dokumenten angehängt werden.
Teamdrive bietet außerdem die Möglichkeit, den Shared-Space auf einem Webdav-Server (Web-based Distributed Authoring and Versioning) bei einem Internet-Service-Provider einzurichten. Damit steht der gemeinsame Arbeitsraum den Mitgliedern der beteiligten Gruppen rund um die Uhr über ein Ad-hoc-VPN (virtuelles privates Netz) zur Verfügung. Openoffice.org versteht Teamdrive mit diesen Funktionen bewusst als kostenfreie Alternative zu den kostenpflichtigen Lösungen der Konkurrenz. Anwender von Openoffice können sich Teamdrive 2.0 kostenlos auf dieser Web-Seite [3] von Openoffice.org herunterladen. Zur Verfügung stehen derzeit Versionen für Windows (XP und Vista), MacOS (ab 10.5.3) und Linux.
Daten werden synchronisiert
Mit wenigen Mausklicks legt der Nutzer einen Shared-Space für gemeinsam genutzte Daten an
Den öffentlich zugänglichen Arbeitsraum teilt der User mit beliebig vielen anderen Anwendern, etwa Kollegen, Freunden oder Vereinsmitgliedern. Zugriff auf den Share-Space erhält nur, wer persönlich von dessen Besitzer dazu eingeladen wurde. Teamdrive ermöglicht dabei auch das »Offline«-Arbeiten. Die Software kopiert dazu die Daten auf die Rechner der Mitglieder der Arbeitsgruppe und synchronisiert diese, wenn eine Internet-Verbindung vorhanden ist. Die Software baut die unterschiedlichen Versionen eines Dokuments in einen »Versionsbaum« ein. So sieht jeder Anwender, welche Datei zuletzt editiert wurde.
Austauschen lassen sich Dokumente, die mithilfe von Openoffice-Anwendungen erstellt wurden, also Writer, Calw, Im press, Draw oder Math. Unterstützt werden jedoch auch andere gängige Dateiformate, das heißt auch Word- und Excel-Files oder RTF (Rich Text Format).
Für private und Geschäftsanwender
»Teamdrive eignet sich für Unternehmen, Behörden, Universitäten oder andere Organisationen, die gemeinsam Dokumente wie Verträge, Angebote, Preislisten, wissenschaftliche Texte, Umfragen oder Grafiken bearbeiten«, betont Teamdrive-Geschäftsführer Volker Oboda. »Aber auch der Austausch von Musik, Fotos oder Videos im Familien- oder Freundeskreis wird durch die Collaboration-Software kinderleicht.«.
Ein Blick auf die Sicherheitsmechanismen der Kollaboration-Lösung: Die Daten werden automatisch mithilfe eines 256-Bit-Keys verschlüsselt und zudem komprimiert. Als Speicherort dient ein externes Rechenzentrum. Auch das Speichern im Internet erfolgt in verschlüsselter Form. Somit haben Unbefugte laut Oboda keinen Zugriff, nicht einmal Systemadministratoren oder Mitarbeiter von Service-Providern. Löscht ein Teammitglied versehentlich die Dateien auf seinem Rechner, lassen sie sich jederzeit vom Internet-Laufwerk wiederherstellen.
CeBIT: Teamdrive 2.0 ist am Openoffice-Stand in Halle 6 (Stand E46 - 12) zu sehen.
[1] http://www.teamdrive.net/
[2] http://www.microsoft.de/
[3] http://extensions.services.openoffice.org/project/TeamDrive
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