Domo arigato, Mr. Roboto
In Japan ist das Problem der alternden Gesellschaft noch akuter als hierzulande. Um den drohenden Arbeitskräftemangel abzuwenden, sollen Roboter dort 3,5 Millionen menschliche Arbeitsplätze übernehmen.
Sieht so der japanische Arbeiter der Zukunft aus?
Nicht nur in Deutschland macht die Alterspyramide der Gesellschaft schwer zu schaffen. Die stetig sinkende Zahl von Arbeitnehmern muss immer mehr Rentner versorgen. Während bei uns aufgrund dieses Rückgangs an Arbeitskräften (ca. -11%) bis 2030 mit Vollbeschäftigung gerechnet wird, werden dann in Japan bereits mehrere Millionen Arbeitskräfte fehlen (-16%).
Hierzulande wird als Lösung dieser Probleme gerne auf paneuropäische Migration gehofft, doch Japan will stattdessen lieber ganz andere Gastarbeiter anwerben: Die japanische Machine Industry Memorial Foundation [1] schlägt den großzügigen Einsatz von Robotern in allen Lebensbereichen vor. Dabei könnten die einst als Arbeitsplatzkiller beschimpften Maschinen die entstehenden demografischen Lücken sogar oft billiger schliessen als ihre menschlichen Vorbilder. Nach Berechnungen des Instituts können 21 Milliarden Dollar in der Altenpflege gespart werden, wenn Roboter Putzarbeiten und die Überwachung der Gesundheit übernehmen. Allerdings müssten die Preise der Roboter weiter sinken und die Funktionen erweitert werden, fordert die Stiftung. Insgesamt sieht man in Japan in den nächsten Jahren einen Bedarf für über 3 Millionen Roboter als Ersatz menschlicher Arbeitskräfte.
[1] http://www.tepia.jp/english/index.html
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