BOD-Konzern neu gegründet:
COS kommt beim Neuaufbau voran
Beim Neuaufbau verzeichnet Distributor COS erste Erfolge: Alle Bestell- und Abwicklungsprozesse laufen wieder, erste Handels- und Hersteller-Partner sind wieder an Bord. Auch unter dem Dach des neu gegründeten BOD-Konzerns soll sich die COS eigenständig positionieren.
Die Strategie für die neue COS bringt Vorstand Dirk Rahn einfach auf den Punkt: »Wir wollen die Stärken der alten COS fortführen, nicht aber ihre Schwächen.« Noch befinde sich der Lindener Distributor bei seinem Neuaufbau im Anfangsstadium (lesen Sie dazu auch das Interview): »Wir haben bereits einiges auf die Schienen gebracht«, betont Rahn. Alle Bestell- und Abwicklungsprozesse laufen, Hauslimits für die Kunden sind ebenso selbstverständlich, wie die Abwicklung der RMA-Ware der alten COS. Die neue COS beschäftigt 83 Mitarbeiter: Rahn zeigt sich besonders froh darüber, dass damit rund 85 Prozent der ehemaligen Beschäftigten aus dem operativen Geschäft dem Unternehmen nach der Übernahme treu geblieben sind. »Das Team arbeitet jetzt fleißig und engagiert daran, das Vertrauen der Kunden und der Lieferanten wiederzugewinnen.« Schon 10.000 Kunden hätten sich im wieder eröffneten »COS Trade«-Shop registriert. Doch Rahn bleibt realistisch: Selbst treue Kunden der alten COS mussten sich während der Insolvenzphase neue Lieferanten suchen, um ihren Bedarf zu decken. »Wir befinden uns auch hier im Aufbaustadium: Wir haben noch lange nicht alle Kunden erreicht, die wir erreichen wollen.« Ebenso sieht es auf der Lieferantenseite aus: Die COS befindet sich noch in Gesprächen mit den Lieferanten der ehemaligen COS. Manche konnte man schon zur weiteren Zusammenarbeit bewegen, vor allem im Netzwerke-/TK-Bereich, wo man beispielsweise zuletzt Auerswald als Lieferanten gewonnen hat. Ansonsten kann COS derzeit vor allem das stark Komponentenlastige Sortiment der neuen Schwesterfirma Devil auch seinen Kunden anbieten.
Im Übrigen werde COS jedoch im Gesamtauftritt wie auch im Sortiment eine eigene Linie aufbauen, die sich sauber von derjenigen der Distributionsschwester differenziere (siehe Interview). Gleichzeitig profitiere man von der neuen »Intercompany-Strategie«, nämlich indem man die Stärken beider Unternehmen nutze. Unter dem Dach der neu gegründeten BOD-Holding, in der Devil-CEO Axel Grotjahn als Geschäftsführer fungiert, profitiere man vor allem von der logistischen Leistungsfähigkeit der Konzernschwester First Flash. Im Best of Distribution-(BOD-)Konzern ist die Devil-Tochter für alle Prozesse rund um die Logistik und die Warenabwicklung zuständig. Neben der COS AG und der Devil AG gehört seit kurzem auch die neu gegründete BOD International GmbH zum Konzern: Diese Firma mit Sitz in Braunschweig soll vor allem das Export-Geschäft forcieren. Wie seit kurzem in Österreich, wo ein Team aus ehemaligen COS-Mitarbeitern unter der Leitung von Tom Günther aktiv ist.
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